Norwegen gibt zwei weitere Gebiete in der Nordsee zur CO2-Speicherung frei

Mehrere in- und ausländische Unternehmen haben in Norwegen bereits Lizenzen zur CO2-Speicherung unter dem Meeresboden erhalten.©NOD

Oslo, 7. März 2024. Das Energieministerium gibt zwei Gebiete in der Nordsee für Anträge zur Injektion und Speicherung von CO2 auf dem norwegischen Festlandsockel frei. Das Ministerium habe von mehreren kommerziellen Akteuren Anfragen mit dem Wunsch erhalten, eine oder mehrere spezifische Flächen für die Speicherung von CO2 zu erhalten. Die Bekanntgabe und eventuelle Zuteilung der Grundstücke für eine Lagererlaubnis erfolgt nach individueller Antragstellung. Der Prozess wird von Akteuren initiiert, die eine Genehmigung nach den geltenden Speichervorschriften anstreben, wenn sie selbst eine hinreichend gute Grundlage dafür sehen. Bewerbungsschluss ist der 24. April 2024 um 12.00 Uhr.

„Durch die heutige Ankündigung treffen wir noch bessere Voraussetzungen dafür, dass Norwegen zu einem zentralen Schauplatz für die CO2 -Speicherung als wichtige Klimamaßnahme für Europa wird“, sagt Energieminister Terje Aasland. Der Erfolg der CO2 -Speicherung in großem Maßstab sei wichtig, damit die Welt ihre Klimaziele erreichen kann.  „Wenn wir erfolgreich sind, wird ein solches Geschäft das Potenzial haben, neue, gute Arbeitsplätze in Norwegen zu schaffen.“

Der vollständige Bekanntmachungstext, eine aktualisierte Karte und Koordinaten der ausgewiesenen Gebiete, HSE-, Umwelt- und Fischereibedingungen sowie weitere Informationen sind auf der Website des norwegischen Festlandsockels verfügbar. 

Im Einklang mit den Lagerungsvorschriften geht das Ministerium normalerweise davon aus, eine Explorationsgenehmigung zu erteilen, bevor es eine Ausbeutungsgenehmigung in einem relevanten Gebiet erteilt wird. Explorationsgenehmigungen können an ein oder mehrere kompetente Unternehmen vergeben werden. Wird die Genehmigung mehreren Unternehmen erteilt, bestimmt das Ministerium in der Regel eines der Unternehmen als Betreiber.

Die Erteilung von Explorationsgenehmigungen erfolgt normalerweise im Rahmen eines Arbeitsprogramms mit einer verbindlichen Phase und anschließenden bedingten Phasen mit Entscheidungspunkten für die Fortsetzung oder Rückgabe des Gebiets an den Staat. Durch die Rückgabe können andere Interessengruppen mit Lagerbedarf die Zuteilung des Bereichs beantragen. Das Arbeitsprogramm endet in der Regel mit der Aufforderung an die Unternehmen, eine Investitionsentscheidung über die Realisierung der CO2 -Speicherung zu treffen und anschließend einen Entwicklungs- und Betriebsplan (PUD) für den Speicherstandort vorzulegen oder die Fläche dafür zurückzugeben.

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