Norges Bank schließt Goldmine auf Sumatra aus dem Ölfonds aus

Die geplante Erweiterung einer Goldmine auf Sumatra, Indonesien, bedroht die Existenz der dort lebenden Tapanuli-Orang-Utans. Der norwegische Ölfonds zieht sich deshalb aus dem Bergbauunternehmen zurück.©Depositphotos.com

Oslo, 29. Februar 2024. Der Vorstand der norwegischen Zentralbank der Norges Bank hat entsprechend einer Empfehlung des Ethikrates beschlossen, die Unternehmen Jardine Matheson Holdings Ltd, Jardine Cycle & Carriage Ltd und PT Astra International Tbk aus dem staatlichen Pensionsfonds im Ausland Government Pension Fund Global auszuschließen. Wie Norges Bank mitteilt, würden diese Unternehmen zu schwerwiegenden Umweltschäden beitragen. Das müsse entsprechend der verhaltensbasierten Kriterien zur Beobachtung und zum Ausschluss aus der staatlichen Pensionskasse geahndet werden. PT Astra International Tbk steht seit Oktober 2015 unter Beobachtung. Diese Beobachtung ende nun mit dem Ausschluss des Unternehmens.

Die Bewertung des Rates zielt auf die Martabe-Mine ab, eine Goldmine auf Sumatra, die der Astra-Tochtergesellschaft United Tractors gehört. Die Mine befindet sich im einzigen Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Tapanuli-Orang-Utans, der am stärksten gefährdeten aller großen Primaten. Es gibt weniger als 800 Individuen dieser Art, die vollständig darauf angewiesen ist, dass der Lebensraum erhalten bleibt, damit die Art nicht ausstirbt.
Wie Norges Bank mitteilt, plant der Bergbaukonzern, die Abbaufläche während der Laufzeit der Mine erheblich zu vergrößern. Indonesische Behörden hätten die Genehmigung für den Abbau in einem noch nicht erschlossenen Gebiet erteilt. Solange die Aktivitäten des Unternehmens zu einer Verringerung des Lebensraums der Orang-Utans führen, sei das Risiko, dass die Unternehmen zu schwerwiegenden Umweltschäden beitragen, nach Ansicht des Rates nicht akzeptabel.

Astra steht seit Oktober 2015 auf der Beobachtungsliste, da die Tochtergesellschaft PT Astra Agro Lestari Tbk (AAL) Ölpalmenplantagen in Indonesien entwickelt und das Risiko der Abholzung und des Verlusts der Artenvielfalt besteht. Unabhängig von der Entscheidung, Astra aufgrund der Martabe-Mine auszuschließen, empfiehlt der Ethikrat, die Beobachtung dieses Zusammenhangs zu beenden, da das Unternehmen Maßnahmen umgesetzt hat, die das Risiko der Abholzung verringern.

Der Vorstand habe nicht alle Einzelheiten der Empfehlung eigenständig geprüft, sehe jedoch das Vorliegen der Ausschlusskriterien als hinreichend erwiesen an. Vor dem Ausschluss muss die Bank prüfen, ob andere Instrumente, einschließlich der Eigentumsausübung, möglicherweise besser geeignet sind. Nach Einschätzung des Vorstands sei eine Eigentumsausübung in diesem Fall kein geeignetes Mittel.

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