Schwedisch-norwegische Erzbahn bleibt erneut mehrere Wochen unterbrochen

Sieben Erzwagen einer Leerkomposition von Narvik nach Kiruna sind am Samstagabend des 24. Februar entgleist. Die Strecke bleibt erneut bei Vassijaure mehrere Wochen für die Reparatur der Infrastruktur unterbrochen.©LKAB

Vassijaure, 29. Februar 2024. Es wird mehrere Wochen dauern, bis der Verkehr auf der Malmbanan zwischen Björkliden und Riksgränsen wieder aufgenommen werden kann. Schienen, Schwellen und Fahrleitungsanlagen sind beschädigt. Es gibt jedoch keine Anzeichen für Sabotage oder andere äußere Einflüsse.

Während der viereinhalb Tage, welche die Züge vor der erneuten Entgleisung auf der Malmbanan fahren konnten, brachte der schwedische Bergbaukonzern LKAB etwa 30 beladene Erzzüge nach Narvik. Railcare fuhr im Auftrag von Kaunis Iron fünf beladene Erzzüge von Pitkäjärvi außerhalb von Svappavaara nach Narvik, bevor die Transporte erneut zum Erliegen kamen. Mit diesen geringen Mengen konnte kein Erzfrachter voll beladen werden. 

Die LKAB hegt die Hoffnung, dass der schwedische Infrastrukturbetreiber Trafikverket die zeitliche Dauer für die Wartungsarbeiten an der Erzlinie im Sommer verkürzen kann, damit die Railcare und LKAB erhebliche Teile der großen Erzvorräte endlich nach Narvik abtransportieren können. Der Wert des Eisenerzes, das jetzt in Kiruna, Svappavaara, Pitkäjärvi und Pajala gelagert ist, beläuft sich mittlerweile auf gegen neun Milliarden Kronen. 

Die LKAB setzt den Bergbau vorläufig ungedrosselt fort und lagert weiterhin auf die riesigen Pelletsberge in Kiruna und Svappavaara. Doch wenn die Erztransporte nach Narvik nicht bald wieder aufgenommen werden, so wird geprüft, den weiteren Abbau zu stoppen. Es können einfach nicht weiterhin immer noch mehr Pellets aufgetürmt werden.

Jürg Streuli, Fachjournalist
juerg.streuli@swissonline.ch

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