Vier norwegische Triebzüge für die Ukraine

Der BM 9258 bei Være auf der Trønderbanen entlang des Trondheimfjord von Steinkjer nach Trondheim. Vier solcher Züge erhält die Ukraine im Rahmen des EU-Programms zur zivilen Unterstützung. Das ukrainische Personal wird in Norwegen ausgebildet.©Øyvind Svärd

Oslo, 26. Februar 2024. In Norwegen stehen vier zweiteilige Dieseltriebzüge des Typs 92 für den Transport in die Ukraine bereit. Dies sind die ersten Züge für den Personenverkehr, die der Ukraine im Rahmen des EU-Programms UCPM zur zivilen Unterstützung gespendet werden. Norwegen hat 2022 bereits zehn Straßenbrücken gespendet, die aus dem humanitären Budget des Außenministeriums finanziert wurden. 

Seit Februar wird ukrainisches Lokpersonal und Wartungspersonal in der Mantena-Werkstätte in Trondheim Marienborg ausgebildet. Auf Anfrage der ukrainischen Behörden hat die staatliche Fahrzeugverwaltung Norske tog die Initiative ergriffen. Die in den 1980er Jahren von der deutschen Duewag gefertigten Triebzüge mit skandinavischen Abmessungen haben sich bestens bewährt und sind für die Übergabe an die Ukraine zuvor revidiert worden. Sie bestehen aus einem Motorwagen und einem Steuerwagen. Die Züge standen auf der Trønderbanen von Trondhein nach Steinkjer im Einsatz und sollen auch auf der Rørosbanen durch die Dreisystemzüge des Typs 76 von Stadler ersetzt werden. Als „Nabotåget“ (Nachbarnzug) fuhren die BM 92 von 2002 bis 2007 sogar im international Verkehr von Trondheim über die Meråkerbanen nach Östersund in Schweden.

Jürg Streuli, Fachjournalist
juerg.streuli@swissonline.ch

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