Wintermarkt in Røros von Norwegens Premierminister eröffnet – weitere Fördergelder für Weltkulturerbestätten

Jährlich findet in der ehemaligen Bergwerksstadt Røros, die heute zum Weltkulturerbe gehört, ein Wintermarkt, der Rørosmartnan, statt. Zur Eröffnungsfeier in diesem Jahr am 20. Februar kamen mehr als achtzig historische Pferdeschlitten aus Schweden, Gudbrandsdalen, Østerdalen, Hedmark, Gauldalen, Selbu und Tydal. Sie transportierten in der Vergangenheit Futter und Güter über die Berge nach Røros. Sehen Sie hier die Eröffnungsveranstaltung.©Screenshot https://rorosmartnan.no/

Oslo, 16. Februar 2024. In der ehemaligen Bergwerkstatt Røros, die heute zum Weltkulturerbe gehört, wird traditionell ein historischer Wintermarkt, der Rørosmartnan, abgehalten – fünf Tage voller Handel und Kultur. In einem königlichen Erlass aus dem Jahr 1853 heißt es: „Von 1854 an soll in Røros ein jährlicher Markt abgehalten werden, der am vorletzten Dienstag im Monat Februar beginnt und bis zum darauffolgenden Freitag dauert.“ In diesem Jahr wurde der Markt am 20. Februar von Premierminister Jonas Gahr Støre eröffnet.

„Martnan ist eine Identität für Røros, für die Region, und es ist eine Identität für ganz Norwegen“, sagte der Premierminister bei der Eröffnung des 169. Rørosmartnan.

Die Wintermesse Rørosmartnan ist eine nationale Veranstaltung mit etwa 70.000 Besuchern pro Jahr. Während dieser fünf Tage verwandelt sich Røros in einen lebhaften Marktplatz mit einem boomenden Straßen- und Nachtleben. Der größte Teil der Messe findet in den beiden Hauptstraßen von Røros statt, wo rund 250 Aussteller Stände haben.

Das Røros Kobberverk hatte vor 380 Jahre seinen Betrieb aufgenommen. In seiner Rede hob Støre hervor, welche Bedeutung die „K‘s“ für Røros hatten und haben:

  • „Kupfer – das Ressourcen, Industrie und Arbeitsplätze lieferte.
  • Krieg – weil der Markt durch Kriege in Europa und in Schweden bestimmt wurde.
  • Kohlebergbau – und die Kohlefahrer. Ein großer und stolzer K.
  • Klima – Kälte, Umweltverschmutzung, harte Arbeit an den Klimaherausforderungen unserer Zeit.
  • Die Summe von allem ist das letzte große K, das wir heute markieren: Kultur – eine ganz besondere Kultur ist entstanden und hat uns zum Weltkulturerbe gemacht. Aber gerade jetzt, liebe Freunde, möchte ich betonen, dass wir Teil eines norwegischen Erbes sind, Teil unserer Erzählung.“

Norwegen ist mit acht Gebieten auf der Liste des Weltnatur- und Kulturerbes der UN-Organisation Unesco vertreten: Felskunst in Alta, Bryggen in Bergen, Industrieerbe Rjukan-Notodden, Bergstadt Røros und die Circumferens, vier Punkte auf Struves Meridianbogen, Stabkirche Urnes, Vegaøyan und westnorwegische Fjordlandschaft (Geirangerfjord und Nærøyfjord).

Eiderenten im Welterbegebiet Vegaøyan. Mit dem Projekt „Sound of Silence“ versuchen die Inselbewohner auf Vegaøyan, den dramatischen Rückgang der Seevogelpopulationen zu stoppen, indem sie Unterkünfte bauen, wo die Enten ungestört nisten können.©Cyril Ruoso

Die Direktion für Kulturebremanagement Riksantikvaren erhält für die Jahre 2024 und 2025 Zuschüsse in Höhe von 52,2 Millionen NOK für die Pflege der acht norwegischen Weltkulturerbestätten. Der größte Zuschuss geht mit 13,725 Millionen NOK an Bryggen in Bergen, gefolgt von Røros Bergstad und Circumferensen (das umliegende Gebiet, das Teil des historischen Bergbaubetriebs war) mit 11,875 Millionen NOK. Die Summe beinhaltet finanzielle Unterstützung für Maßnahmen in zwei Landkreisen, Trøndelag und Innlandet.  

Der Förderposten im Staatshaushalt für das Welterbe sei in den vergangenen Jahren stabil geblieben, die Verteilung der Mittel variiere jedoch, teilt die Regierung mit. In den letzten Jahren verzeichnete das Nationalarchiv beispielsweise einen Anstieg der Anzahl von Anträgen aus Welterbegebieten wie Vegaøyan an der Küste Helgelands und der westnorwegischen Fjordlandschaft.  

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