Norwegisches Ministerium erlaubt trotz Umweltbedenken Produktionssteigerung von Sprengstoff

Oslo, 23. Februar 2024. Der Sprengstoffhersteller Chemring Nobel AS, eine Tochter der britischen Chemring Group PLC., erhält vom norwegischen Ministerium für Klima und Umwelt die Erlaubnis, die Produktion in der Fabrik in Sætre in Hurum zu steigern. Die Chemiefabrik liegt unmittelbar am Håøyfjord, einem Teil des Inneren Oslofjords. Ein Anstieg der Emissionen könnte sich negativ auf den Zustand des Oslofjords auswirken, teilt das Ministerium mit.

„Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine besteht ein großer Bedarf, die Munitionsvorräte Norwegens aufzufüllen. Obwohl es gute Umweltargumente gegen diese Genehmigung gibt, halte ich es dennoch für richtig, die Produktionssteigerung am Chemring Nobel zu genehmigen“, sagt Klima- und Umweltminister Andreas Bjelland Eriksen.

Die Aktivitäten des Unternehmens seien für die norwegische Verteidigungsfähigkeit von großer Bedeutung, da dort explosive Chemikalien hergestellt werden, die unter anderem für die Munitionsproduktion verwendet werden. Es gibe nur wenige westliche Hersteller dieser Chemikalien, und das Ministerium für Klima und Umwelt habe festgestellt, dass eine Steigerung der Produktion bei Chemring Nobel von großer Bedeutung sein werde.

Die Genehmigung gilt bis zum 1. Januar 2028.

Chemring Nobel ist ein in Norwegen ansässiges Spezialchemieunternehmen mit einer 130-jährigen Tradition, die auf Alfred Nobel zurückgeht. Das Unternehmen liefert nach eigenen Angaben ausschließlich Rohstoffe – mit einer Reihe von Basisprodukten, darunter HMX, RDX, NTO und Alkyl-NENAs. Ziel der Unternehmens sei es, ein weltweit führender Hersteller von speziellen Energiematerialien für die Verteidigungs- und Zivilindustrie zu sein.

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