Norwegisches Energieministerium lässt nach zusätzlichen Rentier-Winterweideflächen für Standort Sør-Fosen suchen

Entsprechend einer Vereinbarung zwischen dem Rentierzuchtbezirkes Sør-Fosen sijte und Fosen Vind werden jetzt zusätzliche Weideflächen für die Rentierzucht gesucht, die der Staat erwerben will.©Depositphotos.com

Oslo, 21. Februar 2024. Das Norwegische Institut für Bioökonomie (NIBIO) wurde vom Energieministerium beauftragt, neue Winterweidegebiete außerhalb des Rentierzuchtgebiets Fosen zu identifizieren und zu untersuchen. Dies ist Teil einer gütlichen Einigung bezüglich der Unrechtmäßigkeit des Baus von Windrädern auf Weideflächen auf der Halbinsel Fosen, die am 18. Dezember vergangenen Jahres zwischen dem Rentierzuchtgebiet Sør-Fosen sijte und dem Windpark-Betreiber Fosen Vind erfolgte. Die Vereinbarung beinhaltet, dass der Standort Sør-Fosen eine zusätzliche Fläche als Winterweide außerhalb des Rentierzuchtgebiets Fosen nutzen kann. Die betreffende Fläche muss für die Winterweide geeignet sein und innerhalb einer akzeptablen Transportentfernung von Sør-Fosen liegen. Ziel ist es, dass eine Fläche im Winter 2026/27 genutzt werden kann.

Auf Antrag der Parteien werde das Land eine solche zusätzliche Fläche erwerben. Mögliche zusätzliche Flächen müssen außerhalb des samischen Rentierweidegebiets, außerhalb des Rentierhaltungsgebiets in Trollheimen und außerhalb der Lebensräume der Wildrentiere liegen. 

Die Vereinbarung soll dazu beitragen, die weitere Rentierhaltung sicherzustellen, betriebliche Nachteile abzumildern und eine Grundlage für die zukünftige kulturelle Praxis des Standorts Sør-Fosen aus generationsübergreifender Sicht zu schaffen, heißt es in einer Pressemitteilung des Eneregieministeriums. „Der Staat hat deutlich gemacht, dass er seinem Engagement für den Standort Sør-Fosen nachkommen muss. Ich freue mich, dass dieser Prozess nun im Gange ist, und freue mich auf das Ergebnis“, sagt Energieminister Terje Aasland.

Ein Bericht mit den Ergebnissen der Untersuchung für zusätzliche Weideflächen soll dem Energieministerium im August 2024 übergeben werden.

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