RWE und EnBW zur Beteiligung an Auktion für Offshore-Windpark Sørlege Nordsjø II qualifiziert

Der deutsche Energiekonzern RWE hat sich gemeinsam mit dem norwegischen Energiekonzern Equinor für die Ausschreibung für den Windpark Südliche Nordsee II qualifiziert.©Equinor

Oslo, 16. Februar 2024 (aktualisiert am 19. März). Fünf Bewerber haben sich nach Angaben des norwegischen Energieministeriums für die Teilnahme an der Auktion für Offshore-Windenergie im Gebiet der südlichen Nordsee II qualifiziert, darunter RWE und Energie Baden-Württemberg AG, EnBW, in Partnerschaft mit norwegischen Unternehmen. Die Auktion wird als englische Auktion mit offenem Bieten durchgeführt. In der Auktion konkurrieren die qualifizierten Unternehmen um staatliche Beihilfen, indem sie immer niedrigere Gebote abgeben, bis nur noch ein Bieter übrig ist. Der Teilnehmer mit dem niedrigsten Gebot in Öre/kWh gewinnt die Auktion. Knapp eine Woche vor Auktionsbeginn am 18. März gaben der deutsche Stromkonzern Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) und seine Tochtergesellschaft Norseman Wind bekannt, dass sie sich doch nicht beteiligen würden. Das Storting hat erklärt, dass es bereit sei, im Jahr 2023 bis zu 23 Milliarden Kronen für den Bau des Projekts auszugeben. Doch diese Förderung ist nach Ansicht der EnBW zu gering, teilen norwegische Medien mit. Ein weiterer Grund, warum das deutsche Unternehmen nicht mitbieten will, sei die Forderung, dass der Entwickler die Hochspannungsübertragungen selbst bauen und besitzen muss.

Aus Wettbewerbsgründen werden die Angebote der einzelnen Teilnehmer der Auktion nicht veröffentlicht. Nach der Auktion gibt das Ministerium den Namen des Teilnehmers bekannt, der die Auktion gewonnen hat, und die Höhe des erfolgreichen Gebots (Vertragspreis). Das Zuschlagsgebot bestimmt den Vertragspreis, der dem bilateralen Differenzvertrag zugrunde liegt.

Am 29. März 2023 wurden die ersten Wettbewerbe für Projektgebiete für Offshore-Wind auf dem norwegischen Festlandsockel ausgeschrieben. Am 15. November gingen beim Ministerium sieben Bewerbungen ein. Die nun qualifizierten Bewerber hätten dokumentiert, dass sie die Mindestkriterien für Nachhaltigkeit und positive Welleneffekte erfüllen. Diese Bewerber erfüllten auch das Präqualifikationskriterium der Umsetzungsfähigkeit, heißt es in einer Pressemitteilung des Energieministeriums.

Zur Teilnahme an der Auktion berechtigt sind:

  • Aker Offshore Wind, BP und Statkraft
  • Equinor und RWE
  • Norseman Wind (Energie Baden-Württemberg AG, EnBW)
  • Shell, Lyse und Eviny
  • Ventyr (Parkwind und Ingka)

Ziel der Regierung ist es, bis 2040 eine Fläche für 30.000 MW Offshore-Windenergie zuzuweisen. Im Jahr 2020 wurden die ersten Gebiete auf dem norwegischen Festlandsockel für die Erzeugung erneuerbarer Energie auf See freigegeben. Die Regierungsbehörden arbeiten seitdem in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und anderen Meeresnutzern an der Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens.

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