Schwache Entwicklung der norwegischen Wirtschaft im Jahr 2023

Bruttoinlandsprodukt insgesamt und Bruttoinlandsprodukt für das norwegische Festland. Monatlich. Jahreszeitlich angepasst. Wertindizes. 2019=100©SSB

Oslo, 14. Feberuar 2024. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das norwegische Festland stieg von 2022 bis 2023, gemessen in konstanten Preisen, um 0,7 Prozent. Die norwegische Wirtschaft entwickelte sich 2023 nach Angaben der vorläufigen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung 2023 mehr oder weniger flach und wuchs im 4. Quartal lediglich um 0,2 Prozent. Das teilt das norwegische Statistikamt SSB mit.

„Die wirtschaftliche Entwicklung war im gesamten Jahresverlauf durch starke inländische Preissteigerungen, gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage der privaten Haushalte gekennzeichnet. Das bedeutet, dass wir ein geringeres Wachstum als normal und eine relativ schwache Entwicklung der Wirtschaft sehen“, sagt Pål Sletten, Abteilungsleiter für Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen bei Statistics Norway. 

Bruttoinlandsprodukt für das O norwegische Festland und O Haushaltsverbrauch. Drei Monate fortlaufend, Volumenindizes, 1990 = 100©SSB.no

„Bestimmte Branchen haben sich schwächer entwickelt als andere. Die sinkende Nachfrage nach Wohnraum hat die Aktivität in der Baubranche verringert. Der geringere Rohstoffverbrauch hat zu einem Rückgang der Rohstoffhandelsbranche beigetragen“, sagt Pål Sletten. 

Andererseits gab es ein starkes Wachstum bei den Erdölinvestitionen und den Industrien, die die Förderindustrie beliefern. 

Insgesamt stieg der Konsum der privaten Haushalte im Jahr 2023 gemessen in jeweiligen Preisen um 5,9 Prozent. Das Konsumwachstum war ausschließlich auf gestiegene Preise zurückzuführen. Der Konsum in der öffentlichen Verwaltung legte von 2022 bis 2023 um 3,6 Prozent zu.

Die Bruttoinvestitionen auf dem norwegischen Festland gingen von 2022 bis 2023 um 0,8 Prozent zurück.  

Die Handelsbilanz Norwegens betrug im Jahr 2023 nach bisherigen Schätzungen 755 Milliarden NOK. Die Exporte beliefen sich demnach auf 2.420 Milliarden NOK, während die Importe 1.665 Milliarden NOK betrugen. Die Handelsbilanz hat sich gegenüber dem Rekordhoch im Jahr 2022 mehr als halbiert. Dennoch ist es der zweithöchste Überschuss, den die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen jemals gemessen haben. 

Die Gesamtexporte sanken um 23,6 Prozent. Der Rückgang ist auf den Preisverfall bei Erdgas und Rohöl zurückzuführen. In konstanten Preisen gemessen stiegen die Exporte um 1,4 Prozent, während die Importe um 0,7 Prozent zunahmen.  

Die Gesamtimporte sanken zu konstanten Preisen um 0,7 Prozent. Sowohl traditionelle Güter, Schiffe, Plattformen und Flugzeuge als auch Erdöl und Erdgas gingen zurück. Gleichzeitig nahm der Import von Dienstleistungen zu und milderte den Rückgang etwas ab. 

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg 2023 um 1,3 Prozent. Das aufgelaufene jährliche Lohnwachstum betrug im Jahr 2023 5,3 Prozent. 

Finden Sie hier die vorläufige volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der norwegischen Statistikbehörde SSB.

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