Grüne Wasserstofffabrik in Eigersund zur Unterstützung der Dekarbonisierung der Insel Eigerøy eröffnet

Der Bau der Wasserstofffabrik ist Teil des EU-Projekts Robinson, das die Dekarbonisierung der Insel Eigerøy als Pilotprojekt für europäische Inseln unterstützt.©Eigersund Næring og Havn ENH

Eigersund, 8. Februar 2024. Norwegens Industrieminister Jan Christian Vestre eröffnete am 8. Februar im Hafengebiet Kaupanes in Eigersund eine Fabrik zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Der Bau der Wasserstofffabrik ist Teil des EU-Projekts Robinson, das aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union finanziert wird. Mit dem Programm Robinson soll sich die Insel Eigerøy, die gegenüber der neuen Wasserstofffabrik liegt, von der völligen Sromabhängigkeit vom Festland und fossilen Brennstoffen befreien und zu einer Insel mit einem integrierten, unabhängigen und kohlenstoffarmen Energiesystem entwickeln. Auf der Grundlage der Erfahrungen auf der Insel Eigerøy sollen Replikationsstudien im Labormaßstab für die Insel Kreta, Griechenland, und die westlichen Inseln Schottlands durchgeführt werden. Das Projekt wurde Ende 2021 gestartet.

Das Wasserstofffabrik im Hafen von Eigersund hat eine Kapazität von bis zu 388 Kilogramm grünem Wasserstoff täglich. Die Produktionsanlage wurde von Dalane Energi in Zusammenarbeit unter anderen mit den Unternehmen Green Hydrogen Systems, HYDS – Hydrogen Solutions, Alltec Services AS und dem Hafen Eigersund Næring og Havn ENH gebaut.

Auf der Insel Eigerøy haben sich mehrere Industriebetriebe niedergelassen. Am Ostufer befinden sich große Fischverarbeitungsbetriebe sowie ein Werk von Aker Solutions, das Teile für Bohrinseln herstellt. Fast einhundert Prozent des Stroms der Insel Eigerøy wird vom Festland importiert. Die Insel ist durch ein Untersee-Stromkabel mit dem Festland verbunden. Im Januar 2019 eröffnete auf der Insel eine neue Fischfabrik, Prima Protein AS, zur Herstellung von Meeresproteinen ​​(Fischmehl) und Meeresölen (Fischöle) aus pelagischen Rohstoffen. Um ihren Energiebedarf ohne einen teuren Ausbau des Übertragungsnetzes zu decken, verwendet die Fischfabrik Flüssigerdgas (LNG). Künftig will Prima Protein auf den EInsatz des fossilen Rohstoffs verzichten und nach Angaben des Robinson-Projektes ihre Kapazität für erneuerbare Energien erhöhen. Um dies zu erreichen, benötige Eigerøy Unterstützung bei der Installation neuer Technologien, den Austausch bewährter Verfahren und Schulungen im Zusammenhang mit Energie, Transformation sowie Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten.

Die Gemeinde Eigersund ist bisher an sechs EU-Projekten beteiligt. Die EU-Projektbank der Europäischen Kommission (CORDIS) weist Eigersund als „Horizon-Hotspot“ aus.

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