Wintertest für Elektroautos in Norwegen: Chinesisches Modell HiPhi Z bei Premiumautos an der Spitze

HiPhi ist für die meisten eine unbekannte Marke. Mit einem minimalen Reichweitenverlust setzte sich das Auto deutlich gegen die Konkurrenz durch und erreichte die geringste Abweichung von der offiziellen Reichweite abweicht.©NAF

Oslo, 1. Februar 2024. Beim Wintertest des norwegischen Automobilverbandes NAF und der Zeitschrift Motor stach das chinesische HiPhi Z am Range Day des El Prix hervor. Es erreichte eine Reichweite, die nur 5,9 Prozent von der offiziell angegebenen Reichweite abwich und lag damit an der Spitze der Premiumautos, die seit 2020 vom Tesla Model 3 belegt wurde. Außerdem verfüge das Auto über viel skurrilem Technikspaß, sagte Nils Sødal, leitender Kommunikationsberater bei NAF. Am schlechtesten in der Premiumklasse schnitt das Modell Volkswagen ID.7 ab. 608 Kilometer sind als Reichweite angegeben, tatsächlich erreicht wurden 414 Kilometer – ein Unterschied von 194 Kilometern. Dem Tesla Model 3 fehlten fast ebenso viel Kilometer bis zur angegebenen Reichweite: 188 Kilometer.

Im Reichweitentest des El Prix im Winter geht es darum, wie weit die Autos tatsächlich im Vergleich zu offiziell angegebenen Reichweite fahren können. Die Autos mit den geringsten Abweichungen sind die Sieger. Toyota hat am diesjährigen Autotest nicht teilgenommen.

Während des Tests lag die Temperatur zwischen minus 2 und minus 10 Grad. Da der Sturm Ingunn aus dem Norden kam, wurde es am Nachmittag windig. Die Autos mussten im Bereich Enden bei Atnsjøen in Stor-Elvdal wenden. Der Berg Venabygdsfjellet war wegen Unwettern gesperrt, berichtet die norwegische Straßenverwaltung. Das bedeutete, dass die Autos, die bis hierher kommen waren, in Enden umkehren müssen, anstatt den Berg hinaufzufahren.

Beim diesjährigen Winter-El-Prix waren mehrere Familienautos am Start. Bis auf wenige Ausnahmen wiesen die Familienautos geringe Abweichungen von den offiziellen Angaben auf. Bei den Top-3-Familienautos betrug der Reichweitenverlust zwischen 12,5 und 13,8 Prozent. Das seien beeindruckende Ergebnisse und eine gute Nachricht für alle Familien mit Kindern, die auf der Suche nach einem neuen Elektroauto sind, sagt Sødal. 

Das erste Auto, das anhielt, war der Jeep Avenger, nach 286 Kilometern mit 16,9 kWh pro 100 Kilometer. Es war auch das Auto mit der niedrigsten WLTP-Reichweite. Auch dem Opel Astra Sports Tourer ging nach 296 gefahrenen Kilometern und 16,5 kWh auf 100 Kilometern der Strom aus. Der Peugeot e-308 Combi blieb nach 297 Kilometern stehen, bei einem Verbrauch von 16,5 kWh pro 100 Kilometer. Der Toyota bZ4X stoppte nach 313,5 Kilometern, bei einem Verbrauch von 19,0 kWh pro 100 Kilometer. Der BYD Dolphin hatte eine Reifenpanne. Er wurde beim Wangen AS Super Dekk Service repariert und mit einem Abschleppwagen zurück zu seinem Stopport transportiert und startete erneut für den Reichweitentest.

Hauptergebnisse des Reichweitentests 

Top 3 preisgünstige Autos 

  • MG4 Trophy Extended Reichweite: 400 Kilometer (Differenz WLTP: minus 23,2%) 
  • BYD Dolphin: 339 Kilometer (Differenz WLTP: minus 20,6%) 
  • Peugeot e-308: 297 Kilometer (Differenz WLTP: minus 27,4%) 

Familienautos der Top-3-Reihe 

  • Nio EL6: 456 Kilometer (Differenz WLTP: minus 13,8%) 
  • Xpeng G9: 452 Kilometer (Differenz WLTP: minus 13,1 %) 
  • Kia EV9: 442 Kilometer (Differenz WLTP: minus 12,5%) 

Top 3 Mittelklassewagen 

  • Nio ET5 Touring: 481 Kilometer (Differenz WLTP: minus 14 %) 
  • Hyundai Ioniq 6: 468 Kilometer (Differenz WLTP: minus 23,8 %) 
  • BMW i5: 444 Kilometer (Differenz WLTP: minus 12,2%) 

Top-3-Premiumautos 

  • HiPhi Z: 522 Kilometer (Differenz WLTP: minus 5,9 %) 
  • Lotus Eletre: 465 Kilometer (Differenz WLTP: minus 12,3%) 
  • BMW i5: 444 Kilometer (Differenz WLTP: minus 12,2%) 

Am 1. Februar wird getestet, wie schnell die Elektroautos laden. Zwei der Autos werden mit über 300 Kilowatt geladen.

Sehen Sie hier, wie der Test verlaufen ist.

Finden Sie hier die Ergebnisse des Tests nach Klassen.

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