Großes Interesse an Öl- und Gasförderung in Norwegen: 62 neue Genehmigungen erteilt

Der norwegische Energiekonzern Equinor erhielt mit 39 neuen Produktionslizenzen die meisten Genehmigungen zur Öl- und Gasförderung auf dem norwegischen Festlandsockel©Lone Stormoen / Equinor

Oslo, 16. Januar 2024. 24 Unternehmen haben am 16. Januar vom norwegischen Energieministerium die Genehmigung zur Förderung von Öl und Gas in vordefinierten Gebieten auf dem norwegischen Festlandsockel erhalten. Insgesamt wurden 62 Lizenzen erteilt, 15 mehr als im Vorjahr. Die 62 Fördergenehmigungen verteilen sich auf die Nordsee (29), das Norwegische Meer (25) und die Barentssee (8). Die meisten Lizenzen gingen mit 39 Lizenzen an den norwegischen Energiekonzern Equinor Energy AS. Das norwegische-britische Joint Venture Aker BP ASA erhielt 27, Wintershall Dea 13 und die österreichische OMV sechs Genehmigungen. Die Zuweisungen erfolgten als Ergebnis der Explorationsrunde in vordefinierten Gebieten 2023.

„Die Vergabe neuer Genehmigungen im Rahmen des TFO-Programms ist eine Grundlage für die weitere Entwicklung des norwegischen Festlandsockels. Daher ist es sehr positiv, dass das Interesse an weiteren Explorationsaktivitäten so groß ist. Dies sei wichtig für Beschäftigung, Wertschöpfung und um sicherzustellen, dass Norwegen ein stabiler Energielieferant für Europa bleibt“, sagt Energieminister Terje Aasland.

Interessierte Unternehmen waren im vergangenen Jahr vom Energieminister aufgefordert, sich mit den Möglichkeiten in der Barentssee zu befassen. In diesem Jahr bietet das Ministerium dort mehr als doppelt so viele Fördergenehmigungen an wie im letzten Jahr. Dies zeige, dass mehrere Unternehmen positiv darauf reagiert haben und sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind. Der Nachweis weiterer Gasressourcen sei für die Rentabilität wichtig, indem die Gasexportkapazität in der Barentssee erhöht werde, sagt Aasland.

Bevor Genehmigungen für Erdölaktivitäten in einem Gebiet auf dem norwegischen Festlandsockel erteilt werden können, muss das Gebiet für Erdölaktivitäten freigegeben werden. Fördergenehmigungen können nur in Gebieten erteilt werden, die erschlossen wurden und für Erdölaktivitäten zur Verfügung stehen. Eine Fördergenehmigung gewährt das ausschließliche Recht zur Vermessung, Erkundungsbohrung und Förderung von Erdöl innerhalb des geografischen Gebiets der Genehmigung. Fördergenehmigungen werden normalerweise im Rahmen von Konzessionsrunden vergeben. In einer Lizenzierungsrunde gibt das Ministerium bestimmte geografische Gebiete bekannt, in denen Unternehmen Fördergenehmigungen beantragen können. Die Fördergenehmigungen werden an eine Unternehmensgruppe auf Antrag nach vorher bekannt gegebenen Kriterien vergeben. Das Ministerium ernennt für jede Abbaugenehmigung einen Betreiber.

Folgende Unternehmen erhielten Genehmigungen (Anzahl der Lizenzen/Betreiber):

A/S Norske Shell (1/1)
Aker BP ASA (27/17)
Concedo AS (2/0)
ConocoPhillips Skandinavia AS (3/2)
DNO Norge AS (14/3)
Equinor Energy AS (39/14)
Harbour Energy Norge AS (1/1)
INPEX Idemitsu Norge AS (5/1)
KUFPEC Norway AS (2/0)
Lime Petroleum AS (1/0)
Longboat JAPEX Norge AS (1/0)
M Vest Energy AS (1/0)
Neptune Energy Norge AS (4/3)
OKEA ASA (3/1)
OMV (Norge) AS (6/6)
Pandion Energy AS (1/0)
Petrolia NOCO AS (2/1)
PGNiG Upstream Norway AS (10/1)
Source Energy AS (3/0)
Sval Energi AS (2/1)
TotalEnergies EP Norge AS (1/0)
Vår Energi ASA (16/4)
Wellesley Petroleum AS (1/1)
Wintershall Dea Norge AS (13/5)

Wintershall Dea hat in den letzten Jahren eine aktive, erfolgreiche Explorationsstrategie verfolgt und war seit 2019 an 19 Funden beteiligt. Die meisten davon sind aus Lizenzen, die in früheren APA-Runden vergeben wurden, hervorgegangen.

„Die jährlichen APA-Lizenzrunden sind von entscheidender Bedeutung für unser weiteres Wachstum und unsere Investitionen auf dem norwegischen Festlandsockel. Was die von uns betriebenen Felder betrifft, so haben wir in den letzten beiden Jahren die Produktion von Dvalin und Nova aufgenommen. Und in den kommenden Jahren werden wir die Produktion von Dvalin North und Maria Phase 2 starten. Die meisten dieser Erschließungen begannen mit dem Erhalt von Lizenzen in früheren APA-Runden. Mit der kontinuierlichen Entwicklung von Feldern stellen wir sicher, dass wir Europa und insbesondere Deutschland mit dringend benötigtem Gas versorgen können, da Norwegen im Jahr 2023 der wichtigste Gaslieferant Deutschlands war“, sagte Michael Zechner, Managing Director von Wintershall Dea Norge.

Die Lizenzen von Wintershall Dea sind wie folgt verteilt: Drei in der Nordsee (eine als Betriebsführer) und zehn in der Norwegischen See (vier als Betriebsführer). Bei neun der Vergaben handelt es sich um neue Lizenzen und vier sind Gebietserweiterungen bestehender Lizenzen. Alle vergebenen Lizenzen befinden sich in Kerngebieten und unterstützen die Strategie von Wintershall Dea, in die Exploration in der Nähe bestehender eigener Infrastruktur zu investieren, teilt das Unternehmen mit.

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