Selbstfahrende Fähren ab 2027 zwischen Lavik und Oppedal

Dag Hole (rechts), Leiter der Fährabteilung der norwegischen öffentlichen Straßenverwaltung, und Geschäftsführer Dagfinn Neteland in Fjord1.©Lars Olve Hesjedal, Statens vegvesen

Oslo, 10. Januar 2024. Fjord1 und die norwegische Straßenverwaltung Statens vegvesen haben einen Vertrag für die weltweit erste Fährverbindung mit selbstfahrenden Fähren unterzeichnet. Fjord1 wird die Lavik-Opedal-Verbindung von 2026 bis 2034 mit vier Schiffen betreiben, mit der Möglichkeit einer Verlängerung um bis zu drei Jahre. Den Zuschlag erhielt das Unternehmen im Herbst aufgrund der besten Kombination aus Preis und Qualität, teilt Statens vegvesen mit. Lavik – Oppedal ist mit 1,2 Millionen Pkw-Einheiten (PBE) im Jahr 2022 die neuntgrößte Fährverbindung des Landes. Der Auftrag umfasst die Entwicklung vollautomatischer Lösungen für alle vier Fähren ab 2027.

Der Vertrag beschreibt 23 verschiedene zu automatisierende Funktionen. Darüber hinaus muss an Land eine Leitstelle zur Überwachung und Fernsteuerung der Fähren eingerichtet werden.

„Dies ist ein neuer Schritt in Richtung einer stärkeren Automatisierung im maritimen Sektor, und mit einem solchen Auftrag sind natürlich hohe Erwartungen und Prestige verbunden. Wir freuen uns sehr über die Auftragsvergabe und nehmen die Herausforderung nun mit großem Stolz an. Hier kann der Transferwert neuer Technologien auf andere Teile der Schifffahrtsindustrie langfristig groß sein“, sagt Dagfinn Neteland, Geschäftsführer von Fjord1.

Dag Hole, Abteilungsleiter Fähren bei der norwegischen Straßenverwaltung, betonte, dass die Behörde traditionell ihre Rolle als Multimilliarden-Dollar-Käufer nutze, um die Entwicklung zu beschleunigen und die gesetzten Ziele für den Transportsektor zu erreichen. Dabei ging es in der Vergangenheit unter anderem um Null-Emissionen. Jetzt gehe es um automatisierte Funktionen. „Was wir hier in Zusammenarbeit mit Fjord1 erreichen, wird dazu beitragen können, den Kurs für weitere Digitalisierung und Automatisierung bei bevorstehenden Vertragsankündigungen sowohl beim nationalen Straßenfährenverband als auch in der maritimen Industrie anderswo zu steuern“, so Hole.

Die vier neuen emissionsfreien Schiffen können 120 Fahrzeuge pro Fähre befördern. Es soll häufigere Abfahrten geben.

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