Gewerkschafts-Dachverband und Unternehmerverband stellen Maßnahmen zur Sicherung der norwegischen Stromversorgung vor

V.l.: Peggy H. Følsvik, Vorsitzende von LO, Energieminister Terje Aasland und Ole Erik Almlid, Vorsitzender des Unternehmerverbandes NHO©ED / Stine Grimsrud

Oslo, 5. Januar 2024. Norwegens Dach-Gewerkschaft LO und der norwegische Unternehmerverband NHO haben in einem Bericht „Kraftløftet“ Maßnahmen zusammengetragen, wie Norwegen den wachsenden Strombedarf decken kann. Der Bericht geht davon aus, dass in Norwegen ein großer Strombedarf besteht und das Land auf ein Stromdefizit zusteuert. Der Bericht zeigt sowohl kurzfristige Lösungen wie zusätzliche Dämmung, Wärmepumpen, Fernwärme oder Solarzellen auf dem Dach auf als auch längerfristige Maßnahmen wie größere Wasser-, Wind- oder Solarstromprojekte. Der Bericht wurde Energieminister Terje Aasland übergeben.

In den letzten Jahren haben LO und NHO mehrere große Kooperationsprojekte durchgeführt, um Chancen, Ambitionen und Maßnahmen für eine erfolgreiche Klima- und Energiewende zu konkretisieren.

Im Januar 2023 ergriffen LO und NHO die Initiative für eine dreigliedrige Zusammenarbeit zum Aufschwung der Stromwirtschaft, der sich auch die Regierung anschloss. „Kraftløftet“ will Wissen und Erkenntnisse einbringen, die Konsequenzen unterschiedlicher Wege hervorheben und Vorschläge für Maßnahmen fördern, die einen schnelleren Zugang zu erneuerbarer Energie ermöglichen.

Ein zentraler Teil der Arbeit in „Kraftløftet“ besteht darin, zur lokalen und regionalen Sachlage und zur Verankerung von Bedürfnissen und Möglichkeiten beizutragen. Die Arbeit hat daher einen regionalen Ansatz mit umfassender Einbeziehung von Stromerzeugern, Stromverbrauchern, Netzbetreibern, kleinen und mittleren Unternehmen, Kommunen und Bezirksräten sowie anderen Akteuren.

„Beim Kraftlift geht es darum, neue Arbeitsplätze zu schaffen, den Sozialstaat auszubauen und in Zukunft ein lebenswertes Klima zu schaffen. Dafür brauchen wir mehr erneuerbare Energie aus Wasser, Wind und Sonne, mehr Stromleitungen und mehr Energieeffizienz. Die Analyse des Strombedarfs in diesem Bericht deutet auf eine Verdoppelung des norwegischen Stromverbrauchs in der Zukunft hin, sagt Ole Erik Almlid, CEO von NHO.

THEMA Consulting fungierte als Sekretariat für die Arbeit und half bei der Erstellung von elf regionalen Energiestudien, die den Status, die Bedürfnisse und die Möglichkeiten jeder einzelnen Region aufzeigen. Die Berichte wurden im Oktober/November 2023 veröffentlicht. Darüber hinaus wurde im September 2023 in Zusammenarbeit mit nationalen Verbänden und Konföderationen eine separate Strategie für Energieeffizienz und lokale Solarenergie gestartet.

„Wenn es uns gelingen soll, die Energieherausforderung, vor der Norwegen steht, zu lösen, müssen alle an einem Strang ziehen. Sowohl die Behörden als auch die Parteien im Arbeitsleben, aber auch die Unternehmen selbst und nicht zuletzt die Kommunen, die für uns von entscheidender Bedeutung sind, um die Kraft aufbringen zu können, die wir brauchen, um Arbeitsplätze zu sichern, Emissionen zu reduzieren und neue Chancen für Norwegen zu schaffen in der Zukunft. Der Bericht unterstreicht dies auf gute Weise“, sagt Aasland. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu den einzelnen Vorschlägen zu ziehen. Ausgangspunkt sei, dass die Energiepolitik fair und präzise sein müsse, zur Erreichung der Klimaziele beitragen und die Interessen der Gesellschaft sowie den Respekt vor der Natur auf gute Weise wahren müsse, sagt Aasland.

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