Auftragseingang norwegischer Werften um über 200 Prozent gewachsen

Standorte der Mitgliedsunternehmen des norwegischen Werftenverbandes Norske Skipsverft.©Norske Skipsverft

Bergen, 4. Januar 2024. Norwegische Werften erhielten im Jahr 2023 Aufträge im Gesamtwert von 21 Milliarden NOK. Dies ist eine Steigerung von 218 Prozent gegenüber 2022. Nach Angaben des Branchenverbandes Norske Skipsverft hatten die 24 Mitglieder im Jahr 2022 einen Auftragseingang von nur 6,6 Milliarden NOK. Das war ein Rückgang gegenüber 2021 von 9,3 Milliarden NOK. Allein im letzten Quartal 2023 betrug der Auftragswert für neue Schiffe über zehn Milliarden NOK. Das ist mehr als im gesamten Jahr 2022.

Mitte November 2023 unterzeichnete FMV einen Vertrag über den Bau von zwei neuen Serviceschiffen für Finnsnes Dykk & Anleggservice©FMV

Anfang Mai 2023 hatten norwegische Werften lediglich Verträge über 3,8 Milliarden NOK abgeschlossen. „Beunruhigend niedrig“, sagte Geschäftsführer Asle B. Strønen von Norske Skipsverft zu diesem Zeitpunkt. Nach der Ankündigung der Grundrentensteuer für die Meereslandwirtschaft, der sogenannten Lachssteuer, am 28. September 2022 wurden keine Brunnenboote mehr bei norwegischen Werften bestellt.

Doch das Jahresende brachte den Umschwung. Am Ende des dritten Quartals wurden 25 neue Bauverträge mit einem Gesamtwert von über elf Milliarden NOK veröffentlicht. Myklebust Verft hat einen Schiffbauvertrag für einen neuen pelagischen Trawler abgeschlossen. Båtbygg in Måløy hat einen Auftrag zum Bau eines Autoline-Bootes für die Reederei Austral Fisheries erhalten. Frøy Aquaressurs unterzeichnete einen Vertrag für den Bau eines 28,00 Meter langen Batterie-Hybrid-Arbeitsbootes, das bis Ende 2024 geliefert werden soll.

Im vierten Quartal wurden Verträge für weitere zehn Schiffe unterzeichnet, so dass der Gesamtauftragseingang 2023 bei über 21 Milliarden NOK liegt. Mehrere der Aufträge würden auf dem Markt liegen und es bestehe Hoffnungen auf weitere Aufträge, teilt der Werftenverband mit. In einem anspruchsvollen Markt herrsche Optimismus.

Allein im Dezember wurden von den zwei der großen Schiffbauunternehmen Ulstein Group und Vard Aufträge im Wert von drei Milliarden NOK unterzeichnet. Vard kündigte drei Milliarden-Dollar-Verträge an: zwei Kabelverlegungsschiffe und ein kombiniertes Kabelverlegungs- und Bauschiff. Havyard hat mit Norled eine Absichtserklärung für den Bau von drei Hybridbatteriefähren unterzeichnet. Die Vereinbarung beinhaltet auch eine Option auf ein weiteres Schiff. Die drei von der Vereinbarung erfassten Schiffe werden ab 2027 die Verbindung „Stokkevågen-Lovund, Stokkevågen-Træna“ bedienen und wurden von LMG in Bergen entworfen.

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