Bane Nor kündigt erneut Zugausfälle für das kommende Jahr im neuen Blix-Tunnel an

Immer wieder muss der Blix-Tunnel zwischen Oslo und Ski, das teuerste Infrastrukturprojekt Norwegens, wegen technischer Probleme gesperrt werden.©Nicolas Tourrenc, Bane NOR

Oslo, 21. Dezember 2023. Immer wieder kommt es im erst 2022 eröffneten Blixtunnel, dem längsten Eisenbahntunnel Skandinativens, wegen technischer Probleme im Tunnel zu Zugausfällen. Jetzt teilt Bane Nor, der staatliche Betreiber des norwegischen Eisenbahnnetzes, mit, dass die Stromleitungen im kommenden Jahr ersetzt werden müssen. Gegenwärtig sucht Bane Nor nach Unternehmen, die diese Arbeit erledigen können. Notwendig sei ein Austausch, da die Züge, die durch den Blix-Tunnel fahren, derzeit mit Strom über Aluminiumleitungen in der Tunneldecke versorgt werden. In den vergangenen Monaten mussten Züge immer wieder ausfallen, da es von der Tunneldecke hinunter auf die Stromleitung tropft. Im Mai steckten Passagiere drei Stunden im Tunnel fest, da die Stromleitung auf den Zug gefallen war. Die Arbeiten zum Austausch der Stromkabel sollen im Frühjahr 2024 beginnen.

„Um die Stromversorgung zu verbessern und das Risiko eines erneuten Auftretens zu verringern, ist es notwendig, die Stromleitungen auf Kupferleitungen umzustellen und das Stromversorgungssystem zu vereinfachen. Deshalb gehen wir jetzt auf den Markt, um eine Vereinbarung mit einem Auftragnehmer abzuschließen. Dies ist der erste Schritt in einem größeren Projekt, das derzeit geplant ist“, sagt Bettina Sandvin, Entwicklungsleiterin bei Bane NOR. 

Es ist geplant, jeweils nur eine Tunnelstrecke zu sperren, während die andere Tunnelstrecke für den Verkehr geöffnet bleibt. Der Berufsverkehr auf den Linien RE20, R21, R22 und R23 soll vorrangig verkehren und in der für den Verkehr freigegebenen Tunnelstrecke nahezu wie gewohnt ablaufen.

Im Laufe dieses Jahres habe Bane NOR immer wieder kleinere Leckstellen im Tunnel abgedichtet. Nach dem Vorfall im Mai seien das Dach des Tunnels häufiger inspiziert und Leckstellen sofort repariert worden. Das bedeute, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Zug die Stromversorgung verliert und im Tunnel stecken bleibt und auf den Austausch der Stromleitungen wartet.

Insgesamt verkehrten seit der Inbetriebnahme der Follobanen rund 47.800 Züge, wodurch sich die Fahrzeit zwischen Oslo und Ski halbierte.

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