Australischer Bergbaukonzern Fortescue erhält 200 Millionen Euro EU-Fördermittel für grünes Ammoniakprojekt in Norwegen

An der Küste des Nordgulen-Fjords, etwa acht Kilometer westlich von Svelgen in der Gemeinde Bremanger im Westen Norwegens, soll ab 2027 grüner Wasserstoff und grünes Ammoniak hergestellt werden.©Fortescue

Perth, 15. Dezember 2023. Das Tochterunternehmen der australischen Fortescue Ldt., Fortescue Future Industries (FFI), erhält für den Aufbau einer grünen Wasserstoff- und Ammoniakfabrik in Norwegen Fördermittel in Höhe von 203 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds der Europäischen Union. Das 2003 gegründete Bergbauunternehmen, das überwiegend Erz abbaut und sich in jüngster Zeit verstärkt im Bereich grüne Transformation engagiert, verfolgt in Norwegen das sogenannte Holmaneset-Projekt. Hier soll an der Küste des Nordgulen-Fjords, etwa acht Kilometer westlich von Svelgen in der Gemeinde Bremanger im Westen Norwegens, Strom aus Wasserkraft zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und grünem Ammoniak genutzt werden. Ein entsprechender langfristiger Strom-Abnahmevertrag wurde im März dieses Jahres mit dem Energieunternehmen Statkraft geschlossen. Das Vorhaben beinhaltet auch den Aufbau einer Übertragungsinfrastruktur und den Bau von Hafenanlagen für den Transport der Produkte zum norwegischen und europäischen Markt.

Der Zuschuss aus dem EU-Innovationsfonds wird nach Abschluss bestimmter Projektmeilensteine ausgezahlt, die erste Rate bei Finanzabschluss. Das Projekt habe das Potenzial für die Entwicklung einer 300-Megawatt-Anlage für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak, teilt die Unternehmensberatung Norconsult mit, die mit der Planung der Produktionsanlage in Svelgen beauftragt wurde.

„Das Holmaneset-Projekt ist eine großartige Gelegenheit für Fortescue, Norwegen und Europa, eine bedeutende Wertschöpfungskette für grüne Energie zu entwickeln. Die Auswahl für eine Finanzierung durch die EU ist eine Anerkennung seiner Bedeutung für die globalen Dekarbonisierungsbemühungen“, erklärt Thor Magnus Rovik, Country Manager von Fortescue Norwegen.

Das Holmaneset-Projekt sei vom Fortescue-Vorstand als vorrangiges Projekt identifiziert worden, teilt das Unternehmen mit. Eine frühe Investitionsentscheidung für das Projekt sei genehmigt worden, um den Fortschritt in Richtung Front End Engineering Design (FEED) zu sehen, bevor es für eine endgültige Investitionsentscheidung (FID) in Betracht gezogen werde.

Fortescue will im Jahr 2025 mit dem Bau der Fabrik starten. 2027 soll die Produktion aufgenommen werden – vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch den Vorstand.

Das Projekt befinde sich derzeit in der Machbarkeitsphase, teilt das Unternehmen mit. Diese umfasse einen regulatorischen Planungsprozess zur Umwidmung von Holmaneset und den umliegenden Inseln für industrielle Zwecke. Das erste „Planungsprogramm“ im Planungsprozess sei von der Gemeinde Bremanger offiziell angenommen worden und das Projekt schreite mit dem Planungsvorschlag voran, einschließlich einer Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung sowie einer Risiko- und Gefährdungsbeurteilung. Darüber hinaus werde eine quantitative Risikobewertung (QRA) durch einen zertifizierten Dritten durchgeführt.

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