VNG feiert 30 Jahre Lieferbeziehungen mit norwegischen Energieunternehmen

V.l.: Tobias Naeschke (Equinor), Ulf Heitmüller (VNG), Laila Stenseng (Norwegische Botschafterin), Torger Rod (Var Energi) und Philipp Nimmermann (Staatssekretär im BMWK)©Anika Dollmeyer 

Leipzig/ Berlin, 12. Dezember 2023. Am 16. Dezember 1993, vor 30 Jahren, hat der Leipziger Gaskonzern VNG AG seinen ersten Liefervertrag für norwegisches Erdgas abgeschlossen. Anlässlich des Jubiläums veranstaltete das Unternehmen einen Empfang in der Residenz der norwegischen Botschafterin in Berlin mit hochrangigen Gästen aus Politik und Wirtschaft. Anwesend waren unter anderem die norwegische Botschafterin Laila Stenseng sowie Dr. Philipp Nimmermann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, sowie Vertreter norwegischer Energieunternehmen.

Die umfangreichen Erdgasvorkommen Norwegens in der Nordsee und im europäischen Nordmeer seien seit der Vertragsunterzeichnung ein wichtiger Eckpfeiler in der diversifizierten Gasbeschaffung der VNG, teilt das Unternehmen mit. Seit 1993 wurden rund 72 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Norwegen an die VNG geliefert. Die Lieferungen aus Norwegen hätten in den letzten Jahrzehnten zu einer deutlichen Reduzierung der CO2-Emmissionen in Ostdeutschland beigetragen.

„Norwegische Energieunternehmen sind seit 30 Jahren stabile und vertrauensvolle Partner für VNG und werden es auch in Zukunft sein. Norwegisches Erdgas leistet einen wichtigen Beitrag zur sicheren Versorgung unserer Kunden. Der Wert dieser langjährigen Geschäftsbeziehung bestätigte sich noch einmal in der Energiekrise, in der Norwegen zum wichtigsten Energielieferanten der VNG wurde“, so Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG.

Zukünftig werde die Partnerschaft auch auf dekarbonisierte und grüne Gase ausgeweitet werden, heißt es in einer Presseerklärtung. VNG beschreite den Transformationsweg hin zu grünen Gasen in enger Zusammenarbeit mit norwegischen Partnern. Dabei gehe es insbesondere um den Import von Wasserstoff und Ammoniak. Beispielsweise arbeitet VNG gemeinsam mit Equinor an einer Anlage in Rostock, die Wasserstoff im industriellen Maßstab aus Erdgas erzeugen und bei der das entstehende CO2 sicher in Norwegen gespeichert werden soll. Bis 2030 sollen damit 230.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr erzeugt werden. Mit dem Partner Aker Horizons hat VNG eine Absichtserklärung unterzeichnet, die vorsieht, ab 2028 bis zu 200.000 Tonnen grünen Ammoniak pro Jahr aus Nordnorwegen nach Deutschland zu transportieren. In einer Kooperation mit Horisont Energi plant VNG ab 2028 den Bezug von 100.000 bis 300.000 Tonnen Ammoniak pro Jahr aus dem Barents Blue Projekt in Hammerfest. 

„Wir werden einen großen Teil des Wasserstoffs importieren müssen, um den zukünftigen Bedarf in Deutschland zu decken. Hierfür brauchen wir starke internationale Partner. Unser Ziel ist es, die Dekarbonisierung in Ostdeutschland voranzutreiben, vor allem in der Industrie“, so Heitmüller weiter.

In seinem Grußwort würdigte Dr. Philipp Nimmermann die Rolle Norwegens für die deutsche Energieversorgung: „Für die deutsche und europäische Erdgasversorgung hat Gas aus Norwegen derzeit eine sehr große Bedeutung. Der Schritt hin zu grünem Wasserstoff ist zudem ein wichtiges Signal, um die deutsche und europäische Energiewende zu unterstützen. Deutschland und Norwegen arbeiten hier eng zusammen, um die Versorgung Deutschlands mit Wasserstoff ab 2030 großflächig zu erreichen.“

Vår Energi, ein langjähriger Kooperationspartner von VNG, will seine Produktion in den nächsten zwei Jahren verdoppeln. Als Teil des Wachstumskurses werde Vår Energi bereits im nächsten Jahr der zweitgrößte Exporteur von Erdgas aus Norwegen sein, kündigte Nick Walker, CEO von Vår Energi, an. Das Unternehmen werde weiterhin nach Ressourcen vor der norwegischen Küste suchen und gleichzeitig die CO2-Emissionen weiter senken. Es sei wichtig, die Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu reduzieren.

Seinen ersten Gasliefervertrag hat VNG 1993 mit dem norwegischen Energiekonzern Equinor unterzeichnet. Daran erinnerte Irene Rummelhoff, Executive Vice President für Marketing, Midstream und Processing bei Equinor, in ihrem Grußwort. „Norwegen und Deutschland verbindet eine Energiepartnerschaft, die bis ins Jahr 1977 zurückreicht, und ich freue mich sehr, dass VNG und Equinor seit der Unterzeichnung unseres ersten Gasliefervertrags mit VNG im Jahr 1993 gemeinsam Teil dieser Partnerschaft sind“, erklärte Rummelhoff. Sie unterstrich die Bedeutung der Partnerschaft beim gemeinsamen Projekt in Rostock zur Herstellung von entkarbonisiertem Wasserstoff aus Erdgas. Gemeinsam würden beiden Unternehmen ein starkes Angebot für Energiesicherheit und Dekarbonisierung in Ostdeutschland bieten.

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung überreichte Ulf Heitmüller einen Scheck der VNG-Stiftung über 10.000 Euro an die norwegische Botschafterin Laila Stenseng zur Förderung der Hochschulkooperation zwischen der Universität Leipzig und der Universität Bergen. 

Finden Sie hier aktuelle Informationen zu den Aktivitäten von VNG in Norwegen und zur Zusammenarbeit mit norwegischen Unternehmen im Bereich Wasserstoff.

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