Norwegisches Schiff vor Jemen von Rakete getroffen

Das norwegische Schiff MT Strinda war auf dem Weg von Malaysia nach Italien.©Reederei J. Ludwig Mowinckels Rederi

Bergen, 11. Dezember 2023. Das unter norwegischer Flagge fahrende Schiff MT Strinda der Reederei Mowinckels Rederi A/S wurde gam Abend des am 11. Dezember 2023 im Roten Meer angegriffen. Das Schiff wurde von einer Rakete getroffen und fing Feuer. Wie die Reederei mitteilt, gab es bei keinem der Besatzungsmitglieder Verletzungen. Alle Besatzungsmitglieder sind indische Staatsbürger. Das Schiff, das von Malaysia aus mit Rohstoffen für Biokraftstoff nach Italien unterwegs war, ist nun auf dem Weg zu einem sicheren Hafen. Medienberichten zufolge haben die Huthi-Milizen die Rakete abgefeuert, als sich das Chemikalienschiff vor Jemen befand.

– Norwegen verurteilt aufs Schärfste alle Angriffe auf die zivile Schifffahrt, zuletzt den Angriff gestern Abend im Roten Meer auf das in Norwegen registrierte Schiff MT Strinda, das der Reederei von J. Ludwig Mowinckel gehört“, sagt Staatssekretär Eivind Vad Petersson. Willkürliche Angriffe wie dieser seien völlig inakzeptabel. Die Angriffe stellten eine tödliche Gefahr für die Besatzung dar und führten zu großen wirtschaftlichen und materiellen Verlusten für Unschuldige, sagt Petersson.

Die Gewässer rund um die Arabische Halbinsel, einschließlich des Suezkanals und des Roten Meeres, seien wichtige Verkehrsadern für die gesamte Weltwirtschaft. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Handelswege auf See sicher und geschützt sind. Norwegen ist ein starker Befürworter der Aufrechterhaltung der internationalen Ordnung in den Meeren, teilt die Regierung mit.

Norwegen arbeite politisch und militärisch eng mit seinen Verbündeten zusammen, um eine freie und sichere Schifffahrt auf See zu gewährleisten. Bei der weiteren Bearbeitung des Falles stünden die norwegischen Behörden in engem Kontakt mit dem Schifffahrtsverband.

„Die möglichen Folgen einer regionalen Konflikteskalation sind dramatisch. Norwegen steht in engem Dialog mit relevanten Partnern innerhalb und außerhalb der Region. Wir haben alle regionalen Akteure aufgerufen, zur Deeskalation beizutragen, um weitere negative Entwicklungen in der Region zu vermeiden“, sagt Petersson.

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