Norwegische Möbelfabrik „The Plus“ erhält höchste Umweltzertifizierung

Die Fabrik wurde von der renommierten Architektenfirma Bjarke Ingels Group (BIG) entworfen. Im Herzen der Fabrik, die wie ein Pluszeichen aussieht, befindet sich ein großes Erlebniszentrum für Besucher.©Vestre

Magnor, 22. November 2023. Die Möbelfabrik „The Plus“ der Vestre AS ist jetzt als BREEAM Outstanding-Gebäude zertifiziert. BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology) ist ein ursprünglich aus Großbritannien stammendes Bewertungssystem für ökologische und soziokulturelle Aspekte der Nachhaltigkeit von Gebäuden. Ein Bau mit dem Prädikat „BREEAM Outstanding“ gilt als Innovationsprojekt von internationaler Relevanz.

BREEAM-NOR ist heute Norwegens am häufigsten verwendete Umweltzertifizierung für Neubauten und modernisierte Objelte. Der BREEAM-NOR-Standard liegt über den Mindestanforderungen der Bauvorschriften und bewertet auch die Nachhaltigkeit eines Gebäudes. „Outstanding“ belegt den höchsten Standard.

Als der Bau von „The Plus“ im Jahr 2022 begann, gab es in den nordischen Ländern keine Industrieprojekte, die die Anforderungen für „Outstanding“ erfüllten. „Durch dieses Projekt haben wir gezeigt, dass Industrieprojekte auch globale Umweltvorbilder sein können und dass die Industrie Teil der Lösung ist. Wir hoffen, dass wir dazu beitragen können, andere zu inspirieren, damit mehr Menschen diesem Beispiel folgen“, sagt Bjørn Fjellstad, Gruppenleiter von Vestre.

Vestres Ziel war es, die Fabrikgebäude der Zukunft zu schaffen – und gleichzeitig anderen Unternehmen der Branche zu zeigen, dass sie selbst entscheiden können, wie die grünen und attraktiven Industriearbeitsplätze der Zukunft aussehen sollen, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit der Auszeichnung „BREEAM Outstanding“ könne Vestre dokumentieren, dass man im Unternehmen nicht nur darüber rede, wie die Umweltbelastung reduziert werden kann, sondern auch handele.

Eine Werkhalle von „The Plus“©Vestre

„The Plus“ ist nach eigenen Angaben das erste und wahrscheinlich einzige Fabrikgebäude der Welt, das die anspruchsvollen Umweltanforderungen des BREEAM-Zertifikats und die Standards für sichere, gesundheitsfördernde und gute physische Arbeitsumgebungen erfüllt.

In Norwegen seien Bauaktivitäten für rund 15 Prozent der norwegischen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Darüber hinaus würden Treibhausgasemissionen berücksichtigt, die in Norwegen durch exportierte Produkte entstehen. Weltweit verursacht der Bausektor etwa 37 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen.

Überall auf der Welt stünden Bauunternehmen, Architekten und Immobilienentwickler nun unter dem Druck von Investoren, Banken, Regulierungsbehörden, Kunden und Verbrauchern, Klimarisiken zu reduzieren und neue Lösungen zur Minimierung von Treibhausgasemissionen zu finden. „Dann ist es spannend, dass sie jetzt nach Norwegen blicken können, um zu lernen und sich inspirieren zu lassen“, sagt Fjellstad.

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