Weniger Krankenhausbetten in Norwegen als im OECD-Durchschnitt – Gute Bewertung der Gesamtgesundheit

Oslo, 17. November 2023. Norwegen verfügt im Vergleich zu anderen OECD-Ländern über relativ wenige Krankenhausbetten pro Einwohner. Auch in anderen nordischen Ländern ist die Zahl niedrig. Im Jahr 2021 gab es in Norwegen 3,4 Krankenhausbetten pro tausend Einwohner, während der Durchschnitt in der OECD bei 4,3 Betten lag. Das zeigen neue Zahlen aus dem OECD-Bericht „Gesundheit auf einen Blick 2023“. Bei der Bewertung der Gesamtgesundheit liegt Norwegen weit über dem OECD-Durchschnitt.

In den meisten OECD-Ländern gibt es im Verhältnis zur Bevölkerungszahl immer weniger Krankenhausbetten. Der Rückgang vollzog sich in Norwegen, Schweden und Dänemark schneller als im Rest der OECD.

Krankenhausbetten pro 1000 Einwohnern

O 2011 O 2021 ©OECD-Gesundheitsstatistik/ssb.no

„In Norwegen werden immer mehr Patienten in der Ambulanz behandelt und nicht in ein Krankenhaus eingewiesen. Medizinische und technologische Entwicklungen ermöglichen unter anderem, dass Behandlungen schonender als bisher durchgeführt werden können und der Patient noch am selben Tag nach Hause gehen kann. Ein Beispiel sei die Gucklochoperation statt der offenen Operation“, sagt Borgny Vold, leitende Berater bei Statistic Norway.

Unter dem Begriff „Krankenhausbett“ werden nach dieser Statistik 24-Stunden-Plätze im Fachgesundheitsdienst zusammengefasst. Die meisten Betten befinden sich in somatischen Krankenhäusern, aber auch 24-Stunden-Plätze in der psychiatrischen Versorgung, der Drogenbehandlung und der Rehabilitation im Fachgesundheitsdienst sind enthalten.

Im Jahr 2021 gab es in Norwegen etwa 18.400 Krankenhausbetten. Seit 2011 wurde die Bettenzahl um 2.200 reduziert. Gleichzeitig stieg die Bevölkerung um fast eine halbe Million Einwohner. So konnte die Bettenzahl in zehn Jahren von 4,2 auf 3,4 pro tausend Einwohner reduziert werden.

Bezüglich der Gesamt-Gesundheit schneidet Norwegen in der OECD-Gesundheitsbewertung in 83 Prozent der bewerteten Kriterien besser ab als der Durchschnitt.

Gesundheitsstatus: Die Lebenserwartung betrug 83,2 Jahre und lag damit 2,9 Jahre über dem OECD-Durchschnitt. 9,0 % der Menschen bewerteten ihren Gesundheitszustand als schlecht oder sehr schlecht (OECD-Durchschnitt 7,9 %). Die Diabetesprävalenz lag unter dem OECD-Durchschnitt.

Risikofaktoren: Die Raucherprävalenz lag mit 8,0 % unter dem OECD-Durchschnitt von 16,0 %. Der Alkoholkonsum lag unter dem OECD-Durchschnitt; bei 7,4 Litern pro Kopf gegenüber 8,6 Litern im OECD-Durchschnitt. Die Adipositas-Prävalenz betrug 16,0 % und lag damit unter dem OECD-Durchschnitt von 18,4 %. Pro 100.000 Einwohner gab es 7,3 Todesfälle pro 1.000 Einwohnerdurch Luftverschmutzung (OECD-Durchschnitt 28,9).

Akutversorgung: Die 30-Tage-Mortalität nach Schlaganfall betrug 3,1 % (OECD-Durchschnitt 7,8 %). Primärversorgung: Es gab 477 vermeidbare Einweisungen pro 100.000 Einwohner, ähnlich dem OECD-Durchschnitt von 463.
Sichere Verschreibung: Norwegen verschrieb weniger Antibiotika als im OECD-Durchschnitt.
Vorsorge: 66 % der Frauen

Versicherung: Die gesamte Bevölkerung ist für eine Reihe grundlegender Dienstleistungen versichert. 80 % der Menschen waren mit der Verfügbarkeit einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung zufrieden (OECD-Durchschnitt 67 %). Die finanzielle Absicherung lag mit 86 % der Ausgaben, die durch die obligatorische Vorauszahlung gedeckt waren, über dem OECD-Durchschnitt von 76 %. Mit 14 % der Gesundheitsausgaben lagen die Selbstbeteiligungen unter dem OECD-Durchschnitt von 18 %. 0,9 % der Bevölkerung gaben an, ihren Bedarf nicht gedeckt zu haben (OECD-Durchschnitt 2,3 %).

Gesundheitsausgaben: Norwegen gibt pro Kopf 7.771 US-Dollar für Gesundheit aus, mehr als der OECD-Durchschnitt von 4.986 US-Dollar pro Einwohner. Dies entspricht 7,9 % des BIP, verglichen mit durchschnittlich 9,2 % in der OECD. Auf 1.000 Einwohner kommen 5,2 praktizierende Ärzte (OECD-Durchschnitt 3,7) und 18,3 praktizierende Krankenpfleger (OECD-Durchschnitt 9,2). Norwegen verfügt über 3,4 Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner, weniger als der OECD-Durchschnitt von 4,3.

Finden Sie hier Angaben aus dem Gesundheitsbericht der OECD zu Norwegen.

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