Leuchttürme in Norwegen jetzt digital zu besichtigen

Blick vom neuen Turm am Fährhafen Jomfruland©Kystverket

Oslo, 14. November 2023. Leuchttürme sind Navigationshilfen für die Schifffahrt. Sie dienen der Positionsbestimmung, warnen vor Untiefen oder markieren Fahrwasser. Durch ihre Einzigartigkeit fungieren sie zugleich als Wahrzeichen von Häfen, Städten oder Länder. Leuchttürme, die noch in Funktion sind, dürfen nur von Mitarbeitern der Betreiber betreten werden. Für die Leuchtturmwärter sind meist Wohnungen am Ende der steilen Wendeltreppen im Innern der Türme eingerichtet. Die norwegische Küstenverwaltung Kystverket hat jetzt gemeinsam mit dem Küstenverkehrsmuseum Kystverkmusea digitale Versionen von zwölf Leuchttürmen online gestellt, sodass jeder die Möglichkeit hat, die „Kathedralen der Küste“ von innen zu erleben. Weitere digitale Leuchtturm-Darstellungen sollen folgen.

In Norwegen gibt es 116 Leuchttürme. Derzeit sind digitale Besuche der Leuchttürme Alnes, Åsvær, Feistein, Fugløykalven, Halten, Hekkingen, Jomfruland, Nordøyan, Oksøy, Skalmen, Stabben und Svinøy möglich.

Die Jungs, fyrene, wie die Norweger ihre Leuchttürme nennen, können auf eigene Faust erkundet werden – entweder in dem vom Besucher gewünschten Tempo oder in einer vorprogrammierten Reihenfolge. Man kann von Raum zu Raum gehen und sich im gesamten Leuchtturm umsehen. Das Äußere einiger Pierstationen wurde ebenfalls als digitales 3D-Modell erstellt.

Blick vom Turm am Fährhafen Hekkingen©Kystverket

„Zunächst versuchen wir, die Türme digital darzustellen, von denen wir wissen, dass sie attraktiv, aber für die meisten Menschen schwer zugänglich sind. Wir wollen auch so viel wie möglich vom Land zeigen. Aber das ist eine Arbeit, die Zeit braucht. Wetter, Wind und Lichtverhältnisse müssen stimmen, sowohl um einige der Leuchttürme erreichen zu können, aber auch, um das Bildmaterial in bester Qualität zu erhalten. Wir müssen auch andere Faktoren berücksichtigen, etwa etwa die Brutzeit“, erklärt Harald Tronstad, Sonderberater der Küstenverwaltung.

Leuchttürme sind der Witterung ausgesetzt. So seien in einem fantastisch guten Zustand, andere würden Anzeichen von Verfall aufweisen. Auch deshalb sei diese Dokumentationsarbeit wichtig, so Tronstad. Die Fotos, die das Küstenmuseum aufnimmt, werden nicht bearbeitet, sondern stellen die Pier-Station genau in dem Zustand dar, in dem sie sich an diesem Tag befand.

Innenansicht von der ersten Station Stabben©Kystverket

„Die Dokumentation ist so präzise, ​​dass wir im Falle einer Wartung auf die digitale Variante zurückgreifen und genaue Messungen durchführen können. Wir verfügen über die Originalzeichnungen der Feuerwachen, aber im Laufe der Jahre, die seit ihrem Bau vergangen sind, wurden gelegentlich praktische Anpassungen vorgenommen. Dann ist es gut, die Qualität sicherzustellen, beispielsweise bei den Maßen der auszutauschenden Fenster“, sagt Tonstad. Die Dokumentation sei auch nützlich sein, wenn Fremdfirmen am Leuchtturm arbeiten sollen. Deren Mitarbeiter können sich vorab ein Bild von der Aufgabe machen.

Gehen Sie hier auf Besichtigungstour.

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