Fresenius verkauft norwegisches Tochterunternehmen in Halden

Das Werk von Freseius Kabi in Halden wird von einem Unternehmen der Prange Gruppe weitergeführt©LMI

Oslo, 16. November 2023. Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg, verkauft sein Werk in Halden, die Fresenius Kabi Norge AS, an die HP Halden Pharma AS, ein Unternehmen der Prange Gruppe. Ein entsprechender Vertrag wurde am 14. November 2023 unterzeichnet. Die Prange Gruppe übernimmt das Werk zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Adragos Pharma mitsamt Anlagen und der gesamten Belegschaft und werde dort wie bisher Produkte von Fresenius Kabi herstellen, teilt Fresenius mit.

Fresenius Kabi erziele damit weitere Fortschritte bei der Reduzierung der Komplexität und der Auslastungsoptimierung in seinem globalen Produktionsnetzwerk, teilt Fresenius mit.

„Das sind gute Nachrichten, wir sind unglaublich froh, dass es in Halden weiterhin eine Pharmaindustrie geben wird“, sagt Leif Rune Skymoen, CEO des Pharmaverbandes LMI. Seit einiger Zeit hätten große Unsicherheit über den Fortbestand der Halden-Fabrik geherrscht, nachdem Fresenius Kabi den Verkauf der Fabrik angekündigt hatte. „Wir haben im ganzen Land fantastische Unternehmen mit wertvollem Fachwissen und großem Potenzial, internationale Positionen im wachsenden Gesundheitsmarkt einzunehmen. Darauf werden wir aufbauen. Ziel ist es, mehr Arbeitsplätze zu schaffen und die Exporterlöse deutlich zu steigern.“

Norwegen und die norwegische Pharmaindustrie sind international gut aufgestellt. Elf Pharmahersteller exportierten im Jahr 2020 20 Milliarden NOK.

Nicht nur für den Export – auch im Rahmen der Notfallvorsorge sei eine starke norwegische Arzneimittelproduktion wichtig. Norwegen sei in Europa strategisch gut positioniert und norwegische Pharmahersteller können mit hoher und vorhersehbarer Versorgungssicherheit dazu beitragen, teilt der Pharmazieverband mit.  

„Die Tatsache, dass Next Pharma kürzlich Takedas Fabrik in Asker übernommen hat und dass sich ein weiterer professioneller Akteur für eine Investition in Halden entscheidet, sehen wir als Bestätigung dafür, dass Kompetenz in der norwegischen Pharmaproduktion ein attraktives Gut ist“, so Leif Rune Skymoen von LMI.

Legemidelindustrien (LMI) ist der Handelsverband der Pharmaindustrie in Norwegen. Mitglieder des Verbandes können norwegische und ausländische Pharmaunternehmen sein, die in Norwegen Arzneimittel entwickeln, herstellen, verkaufen oder vermarkten. Die 60 Mitgliedsunternehmen der LMI beschäftigen knapp 4.000 Mitarbeiter in Norwegen und repräsentieren über 80 Prozent des Pharmaumsatzes. Jährlich werden in Norwegen Medikamente im Wert von 18 Milliarden NOK verkauft.

Die Fabrik in Halden ist der einzige kommerzielle Hersteller von Infusionsflüssigkeiten in Skandinavien. Das Werk produziert auch eine Reihe von Arzneimitteln im Auftrag anderer Pharmaunternehmen. Die in Halden hergestellten Produkte werden in über 50 Länder geliefert. Darüber hinaus liefert das Spezialmischungen an norwegische Krankenhäuser, vor allem parenterale Ernährung und Produkte zur Schmerzbehandlung, teilt Fresenius Kabi AS auf seiner Website mit.

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