Kronprinz Haakon zum Staatsbankett in München: Wenn Norweger an Deutschland denken, hat das meist mit Bayern zu tun

Norwegens Kronprinz Haakon beim Staatsbankett in München.©BPN

München, 6. November 2023. Am Montagabend begann der offizielle Besuch des norwegischen Kronprinzen Haakon in Deutschland mit einem Staatsbankett in München. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder konnte wegen der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin nicht an dem festlichen Abendessen im Kaisersaal der Münchner Residenz nicht teilnehmen. Er wurde von Staatskanzleichef Florian Herrmann vertreten. Gleich zu Beginn seiner Rede erklärte der Kronprinz die Verbundenheit Norwegens mit Bayern. Er begrüßte die Gäste mit „Grüss Gott – alle mitanand!“ und wies – dann auf Englisch – darauf hin: „Wenn Norweger an Deutschland denken, denken sie meist an Dinge, die mit Bayern zu tun haben: präzise Technik, tolle Autos, alpine Landschaften, Märchenschlösser, Weltklasse-Fußball und Oktoberfest.“

Deutschland und Norwegen seien enge Freunde und Partner in Europa. Tatsächlich hätten die letzten drei norwegischen Ministerpräsidenten ihre ersten Auslandsbesuche in Deutschland gemacht, sagte der Kronprinz. Das sei aus gutem Grund so: „Wir teilen gemeinsame Werte; Wir arbeiten im europäischen Kontext eng zusammen und sind Verbündete in der NATO. Unsere Beziehung basiert auf Vertrauen, Respekt und Offenheit.“

Mit Bayern würde Norwegen vielfältige Beziehungen verbinden. Der Kronprinz erinnerte an den norwegischen Dramatiker Henrik Ibsen, der in den 1870er und 1880er Jahren mit seiner Familie in München lebte. Eines seiner berühmtesten Stücke, „Hedda Gabler“, wurde 1891 im Königlichen Residenz-Theater uraufgeführt. Noch heute lebten viele Norweger in Bayern – zum Studium und zur Arbeit. Auch im wirtschaftlichen Bereich würden Norwegen und Bayern enge Kontakte pflegen.

„Bayern und Norwegen haben sich unter dem Motto „Vorsprung durch Technik“ zusammengeschlossen“:“, sagte der Kronprinz. Der norwegische Aluminiumhersteller Norsk Hydro liefert nachhaltiges Aluminium für die e-tron-Reihe von Audi. Erst vor wenigen Wochen habe er den Produktionsstandort von Norsk Hydro in Høyanger an der wunderschönen norwegischen Westküste besucht. Es sei wirklich beeindruckend gewesen.

Ab 2024 werde das norwegische Unternehmen REEtec Schaeffler dabei unterstützen, seine Lieferketten für Rohstoffe zu diversifizieren und so die Abhängigkeit von einzelnen Ländern und Märkten zu verringern.

Und auch bei Wasserstoff und grünem Ammoniak gebe es eine enge Zusammenarbeit. Im vergangenen Jahr habe das Wasserstoffzentrum Bayern und das Norwegische Wasserstoffforum eine gemeinsame Erklärung zur strategischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Die Bayerische Allianz stellt norwegischen Unternehmen wie Fuella Investitionen und Fachwissen zur Entwicklung von Maschinen für die Produktion von grünem Ammoniak und Power-to-Gas-Projekten zur Verfügung.

Kronprinz Haakon verwies auf die deutsch-norwegische Verteidigungskonferenz in München. Sie spiegele die starken Beziehungen zwischen Deutschland und Norwegen als enge Verbündete und Industriepartner wider. „Wir werden konkrete Wege prüfen, um unsere Verteidigungszusammenarbeit noch weiter zu stärken“, sagte er.

Im Anschluss an das Abendessen führte der Kronprinz Gespräche mit einigen Gästen. Jutta Falkner Chefredakteurin des BusinessPortals Norwgen, hatte Gelegenheit, dem Kronprinzen das BusinessPortal Norwegen und die Publikationen des Verlages näher vorzustellen.

Finden Sie hier mehr Informationen zu den norwegisch-bayerischen Wirtschaftsbeziehungen.

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