Weltweit erstes Containerschiff mit Ammoniakantrieb ab 2026 zwischen Norwegen und Deutschland im Einsatz

Illustration des Yara-Eyde-Schiffes©Yara International

Oslo, 2. November 2023. Yara Clean Ammonia, NorthSea Container Line und Yara International bauen das weltweit erste Containerschiff, das reines Ammoniak als Treibstoff verwendet. Das Schiff „Yara Eyde“ wird zwischen Norwegen und Deutschland eingesetzt und die erste emissionsfreie Seeroute zum Kontinent sein. Es sei für den Handelskorridor zwischen Norwegen und Europa optimiert und werde zwischen Oslo, Brevik, Hamburg und Bremerhaven verkehren. Ab 2026 können norwegische Unternehmen ihre Produkte auf grünem Kiel exportieren und Handelswaren emissionsfrei nach Norwegen importieren, teilt Yara International mit.

„Die Welt steckt mitten in einer Klimakrise und alle guten Kräfte müssen jetzt zusammenkommen, um die Emissionen schnell zu senken,“ sagt Svein Tore Holsether, CEO von Yara International. „Wir freuen uns, branchenübergreifend zusammenarbeiten zu können und zu zeigen, dass entscheidende Emissionsminderungen möglich sind.“ Die grüne Reise habe mit der Yara Birkeland, dem ersten selbstfahrenden elektrischen Containerschiff der Welt, begonnen und setze sich jetzt mit der Yara Eyde fort.

Illustration der ersten grünen Schifffahrtsroute zwischen Norwegen und Europa©Yara International

Durch seine etablierte Position als weltweit größtes Ammoniakunternehmen mit Skaleneffekten bei Produktion, Terminals und Ammoniakschiffen habe Yara die einzigartige Möglichkeit, diese Geschäftsbereiche durch die Beteiligung an der Entwicklung neuer Marktsegmente auszubauen. Das wichtigste der neuen Segmente werdesich auf die Schifffahrt beziehen, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Yara hat sich für die Teilnahme an diesem Projekt entschieden, um zu zeigen, dass dieses Segment kurzfristig für zusätzliches Wachstum für Ammoniak sorgen kann.“ Yara wird zur Entwicklung dieses neuen Marktes beitragen, aber wir werden unsere Mittel strategisch für die Entwicklung des Produktions- und Logistiksegments einsetzen und nicht den Besitz von Schiffen priorisieren“, sagt Magnus Krogh Ankarstrand, Leiter von Yara Clean Ammonia.

Yara Clean Ammonia wird Yara Eyde mit Ammoniak versorgen, das fossilfrei oder nahezu kohlenstofffrei hergestellt wird. Gemeinsam mit Azane Fuel Solutions soll ein Lager- und Bunkernetzwerk entwickelt werden, um reines Ammoniak in norwegischen und schließlich skandinavischen Häfen verfügbar zu machen. Das Bunkernetz soll auch dazu beitragen, Norwegens Ziel zu erreichen, die Emissionen aus dem Offshore-Sektor zu reduzieren.

Das erste Pilotprojekt, bei dem Lastkähne Yara Eyde in Brevik mit emissionsarmem Treibstoff versorgen, wird von den Wirtschaftsförderagenturen Enova und Innovation Norway unterstützt.

„Ammoniak als Kraftstoff ist nicht umweltschädlich. Wenn wir Ammoniak aus erneuerbaren Energien oder mit Erdgas herstellen, bei dem bis zu 95 Prozent der CO2-Emissionen abgeschieden und dauerhaft gespeichert werden, wird reines Ammoniak schnell eine gute Lösung zur Reduzierung der CO2-Emissionen im maritimen Sektor sein. „Yara Eyde wird die Reife von Ammoniak als maritimer Treibstoff demonstrieren“, sagt Ankarstrand.

„Als direkte Fortsetzung der grünen Logistik mit Yara Birkeland wird das mit Ammoniak betriebene Schiff Yara Eyde die emissionsfreie Wertschöpfungskette von Brevik zu Häfen auf dem Kontinent erweitern. Mit einer emissionsfreien Seereise von Brevik nach Europa reduziert Yara Scope 3 die Emissionen um 11.000 Tonnen CO2 pro Jahr“, sagt Svein Tore Holsether.

„Wir sehen, dass die Nachfrage von Produktbesitzern nach Reduzierung der Emissionen steigt. „Das Schiff bietet allen Frachteigentümern im Oslofjord und in der Region Grönland eine wettbewerbsfähige und emissionsfreie Logistik“, sagt Bente Hetland von North Sea Container Line.

Der Seeverkehr verursacht 2,8 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Im Jahr 2022 waren es weltweit 706 Millionen Tonnen CO2. Reines Ammoniak kann dazu beitragen, die Emissionen aus der Schifffahrt zu reduzieren, sodass Waren emissionsfrei rund um den Globus transportiert werden können.

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