Umfangreiche Kabinettsumbildung in Norwegen: Drei Minister entlassen, ein neues Ministerium gegründet

Norwegens Ministerpräsident Store auf der Pressekonferenz zur Regierungsumbildung in Anwesenheit der sieben neuen Minister.©regjeringen.no/Screenshot

Oslo, 16. Oktober 2023. Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre hat am Montag die norwegische Regierung umgebildet. Außenministerin Anniken Huitfeldt, Arbeits- und Integrationsministerin Marte Mjøs Persen, Kommunalverwaltungs- und Bezirksminister Sigbjørn Gjelsvik und Fischerei- und Meeresminister Bjørnar Skjæran wurden entlassen. Die Regierung wurde von elf auf zwölf Ministerien aufgestockt, indem ein Ministerium für Digitalisierung und Verwaltung geschaffen wurde. Digitalisierungsministerin wurde Karianne O. Tung, Beraterin der Technischen Universität NTNU Trondheim. Die Regierung wird außerdem den Namen des Ministeriums für Erdöl und Energie in Ministerium für Energie ändern. Die Namensänderung wird zum 1. Januar 2024 wirksam. Auch bei den Staatssekretären und Beratern gab es umfangreiche Änderungen.

Das öffentliche Interesse galt nach der Ankündigung des Umbaus der Regierung vor allem der Außenministerin Anniken Huitfeldt. Sie war wie mehrere norwegische Politiker auch der Pflicht nicht nachgekommen, dem Parlament Storting Aktienkäufen und -verkäufen ihres Ehemannes zu melden. Der Aktien-Vorfall sei einer der Gründe, warum Huitfeldt aus der Regierung ausscheidet, sagte Støre auf einer Pressekonferenz. Das Verhalten der Politiker habe das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik insgesamt geschwächt. Zwar sei der Umfang des Aktienhandels im Fall Huitfeldt nicht so umfangreich wie im Fall der ehemaligen Premierministerin Erna Solberg, jedoch werde keine Ruhe einkehren. „In einer sehr anspruchsvollen sicherheitspolitischen Zeit brauche das Land einen Außenminister, der seine ganze Zeit seiner Arbeit widmen kann“, sagte Støre.

Neuer Außenminister wurde der bisherige Klima- und Umweltminister Espen Barth Eide.

Bildungsministerin Tonje Brenna wurde neue Ministerin für Beschäftigung und Integration.

Andreas Bjelland Eriksen wurde zum Klima- und Umweltminister ernannt.

Erling Sande wurde zum Minister für Gemeinden und Kreise ernannt.

Kari Nessa Nordtun wurde zur Wissensministerin ernannt.

Karianne O. Tung wurde zur Ministerin für Digitalisierung und Verwaltung ernannt.

Cecilie Myrseth wurde zur Ministerin für Fischerei und Ozeane ernannt.

Keiner der Minister, die entlassen wurden, habe einen Rücktritt beantragt. Alle wollten weitermachen, erklärte Støre.

Die Regierung wird von der Labour Party (Ap) und der Center Party (Sp) gebildet. So sieht die Regierung seit dem 16. Oktober 2023, 13 Uhr, aus:

Premierminister
Jonas Gahr Støre (Ap)

Finanzminister
Trygve Slagsvold Vedum (Sp)

Ministerin für Beschäftigung und Integration
Tonje Brenna (Ap)

Entwicklungsministerin
Anne Beathe Twinereim (Sp)

Industrieminister
Jan Christian Vestre (Ap)

Ministerin für Kinder und Familien
Kjersti Toppe (Sp)

Außenminister
Espen Barth Eide (Ap)

Verteidigungsminister
Bjørn Arild Gram (Sp)

Verkehrsminister
Jon-Ivar Nygård (Ap)

Ministerin für Gesundheit und Soziales
Ingvild Kjerkol (Ap)

Ministerin für Forschung und Hochschulbildung
Sandra Borch (Sp)

Ministerin für Justiz und Notfallvorsorge
Emilie Enger Mehl (Sp)

Minister für Öl und Energie
Terje Aasland (Ap)

Ministerin für Kultur und Gleichstellung
Lubna Jaffery (Ap)

Minister für Landwirtschaft und Ernährung
Geir Pollestad (Sp)

Gemeinde- und Bezirksminister
Erling Sande (Sp)

Ministerin für Digitalisierung und Verwaltung
Karianne O. Tung (Ap)

Ministerin für Fischerei und Ozeane
Cecilie Myrseth (Ap)

Bildungsministerin
Kari Nessa Nordtun (Ap)

Minister für Klima und Umwelt
Andreas Bjelland Eriksen (Ap)

Drei Minister der jetzigen Regierung, Umweltminister Bjelland Eriksen, Familien- und Arbeitsministerin Tonje Brenna und Industrieminister Jan Christian Vestre sind Überlebende des Terroranschlags auf die Jugendorganisation der Arbeiterpartei AUF auf der Insel Utøya am 22. Juli 2011.

Wechsel gab es ebenfalls bei den Staatssekretären. Folgende Staatssekretäre wurden ernannt:

Für Premierminister Jonas Gahr Støre (Ap)
Kristine Joy Nordenson Kallset (Ap)
Astrid Scharning Huitfeldt (Ap)
Wegard Håkon Harsvik (Ap)
Thomas Boe Hornburg (Ap)
Halvard Hølleland (Ap)
Kristoffer Thoner (Ap)
Erling Emil Laugsand (Sp)
Finn Henrik Thune (Ap) – Konstituert frå 11. august til og med 31. desember 2023.
Ingunn Trosholmen (Ap)

Für Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum (Sp)
Erlend Trygve Grimstad (Sp)
Lars Erik Bartnes (Sp)
Lars Vangen (Sp)
Ellen Reitan (Ap)
Jakob Bjelland (Sp) – Til og med 31. oktober 2023
Geir Indrefjord (Sp)

Für Arbeits- und Integrationsministerin Tonje Brenna (Ap)
Tomas Norvoll (Ap)
Kjetil Vevle (Ap)
Ellen Bakken (Ap)

Für Entwicklungsministerin Anne Beathe Tvinnereim (Sp)
Bjørg Sandkjær (Sp)

Für Industrieminister Jan Christian Vestre (Ap)
Halvard Ingebrigtsen (Ap)
Anne Marit Bjørnflaten (Ap)

Für Kinder- und Familienministerin Kjersti Toppe (Sp)
Trine Fagervik (Sp)

Für Außenminister Espen Barth Eide (Ap)
Eivind Vad Petersson (Ap)
Andreas Motzfeldt Kravik (Ap)

Für Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram (Sp)
Anne Marie Aanerud (Sp)
Marie Lamo (Sp)

Für Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård (Ap)
Tom Kalsås (Ap)
Bent-Joacim Bentzen (Sp)
Abel Cecilie Knibe Kroglund (Ap)

Für Gesundheitsministerin Ingvild Kjerkol (Ap)
Karl Kristian Bekeng (Ap)
Ole Henrik Krat Bjørkholt (Ap)
Ellen Moen Rønning-Arnesen (Ap)

Für Forschungs- und Hochschulministerin Sandra Borch (Sp)
Oddmund Løkensgard Hoel (Sp)

Für Justiz- und Zivilschutzministerin Emilie Enger Mehl (Sp)
Hans-Petter Aasen (Sp)
John-Erik Vika (Sp)
Even Eriksen (Ap)
Sigve Bolstad (Sp)

Für Öl- und Energieminister Terje Aasland (Ap)
Elisabeth Sæther (Ap)
Astrid Bergmål (Ap)

Für Kultur- und Gleichstellungsministerin Lubna Jaffery (Ap)
Even Aleksander Hagen (Ap)
Erlend Kaldestad Hanstveit (Ap)

Für Landwirtschafts- und Ernährungsminister Geir Pollestad (Sp)
Wenche Westberg (Sp)
Siv Sætran (Sp) – Konstituert frå 24. oktober til og med 7. november 2023

Für Kommunal- und Bezirksminister Erling Sande (Sp)
Ole Gustav Narud (Sp)
Nancy Charlotte Porsanger Anti (Sp)
Sigrun Wiggen Prestbakmo (Sp)

Für Digitalisierungs- und Verwaltungsministerin Karianne O. Tung (Ap)
Gunn Karin Gjul (Ap)

Für Fischerei- und Ozeanministerin Cecilie Myrseth (Ap)
Kristina Sigurdsdottir Hansen (Ap)
Vidar Ulriksen (Ap)

Für Bildungsministerin Kari Nessa Nordtun (Ap)
Sindre Lysø (Ap)
Synnøve Mjeldheim Skaar (Ap)

Für Klima- und Umweltminister Andreas Bjelland Eriksen (Ap)
Ragnhild Sjoner Syrstad (Ap)
Kjersti Bjørnstad (Sp)


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