Norwegen ordnet Ressourcen des Auswärtigen Dienstes neu– zwei Auslandsvertretungen werden geschlossen

Oslo, 12. Oktober 2023. Norwegen schließt seine Botschaft in Kampala in Uganda und das Generalkonsulat in Guangzhou in China. Gleichzeitig stockt das Land mehrere norwegische Botschaften mit Personal auf. Die Veränderungen, die im kommenden Jahr in Kraft treten sollen, basieren auf der Entscheidung der Regierung, den Schwerpunkt der Tätigkeit des Auswärtigen Dienstes mehr auf globale Themen zu lenken, die das Land beschäftigen und die zur Verfügung stehenden Ressourcen noch stärker zur Umsetzung norwegischer Interessen zu nutzen, teilt das Außenministerium mit.

Die Änderungen seien Teil eines umfassenderen Prozesses, bei dem die Struktur des Auswärtigen Dienstes bewertet wird, um die Prioritäten der norwegischen Außen- und Entwicklungspolitik bestmöglich zu wahren. Norwegen werde weniger, dafür aber robustere Auslandsvertretungen haben. Unter anderem werde die Arbeit an vorrangigen Themen wie Ernährungssicherheit, Wirtschaftsentwicklung und regionaler Sicherheit in Afrika dadurch gestärkt, dass die Botschaften in Accra, Addis Abeba, Daressalam, Kinshasa und Nairobi mehr Diplomaten erhalten. Auch die Botschaft in Beirut werde mit einem Diplomaten verstärkt, der sich mit Hilfe für Syrien befassen soll.

„Die Entscheidung, einen Auslandsvertretung zu schließen, wird natürlich Konsequenzen für unsere Mitarbeiter haben. Wir sorgen für eine gute Betreuung der von den Schließungen betroffenen Mitarbeiter“, erklärt Außenministerin Anniken Huitfeldt.

Die Botschaft in Kampala ist auch für Burundi und Ruanda zuständig. Das Außenministerium arbeitet derzeit an Lösungen, um die diplomatische Vertretung Norwegens in diesen Ländern nach der Schließung der Botschaft in Kampala weiter zu gewährleisten.

Uganda erhielt im vergangenen Jahr zweckgebundene Hilfe in Höhe von 382 Millionen NOK aus Norwegen, die schwerpunktmäßig in den Bereichen Zivilgesellschaft, Bildung, Energie, Flüchtlinge und Frauenrechte eingesetzt wurde. Die Tatsache, dass Norwegen die Botschaft in Kampala schließt, bedeute weder, dass die norwegische Hilfe für das Land eingestellt wird, noch dass die Aufmerksamkeit für die Rechte von Frauen und Minderheiten endet. Die Entscheidung sei das Ergebnis einer Gesamtbewertung der Ressourcen des Auswärtigen Dienstes, heißt es in der Pressemitteilung.

„Norwegen wird über unsere zivilgesellschaftlichen Partner und multilateralen Organisationen weiterhin erhebliche Hilfsgelder in Uganda investieren. „Wir engagieren uns auch weiterhin für die Menschenrechtssituation im Land, insbesondere für die Rechte von Frauen und Minderheiten“, sagt Entwicklungsministerin Anne Beathe Tvinnereim.

Die Aufgaben, die derzeit dem Generalkonsulat in Guangzhou obliegen, werden ab 2024 von der Botschaft in Peking und dem Generalkonsulat in Shanghai wahrgenommen.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Drei Tage Oslo mit BusinessPortal Norwegen