Green Mountain beantragt Ausnahmeregelung für Bau eines Rechenzentrums im norwegischen Kalberg

Im Vollausbau soll der Campus aus bis zu acht Datenhallen bestehen.©Illustration: Green Mountain

Rennesøy, 9. Oktober 2023. Green Mountain AS, ein norwegischer Anbieter für den Bau und den Betrieb von Rechenzentren, will in Kalberg, einem Gebiet etwa 20 Kilometer von Stavanger im Südwesten Norwegens, ein neues Rechenzentrum bauen. Dafür reichte das Unternehmen bei der Gemeinde Time einen Ausnahmeantrag für die erste Bauphase der Anlage in Kalberg ein. Wie Green Mountain mitteilt, will ein großer internationaler Kunde das Datenzentrum in der Nähe des neuen Umspannwerks Fagrafjell, einem der wichtigsten und stärksten Stromknotenpunkte Norwegens, nutzen. Um den Wunsch des Kunden nach einer schnellen Lieferung zu erfüllen, sei Green Mountain darauf angewiesen, dass für das erste Gebäude des Projekts eine Ausnahme vom Bebauungsplan gewährt wird, teilt Green Mountain mit.

Der Bauherr, der zu den TOP20-Technologieunternehmen der Welt gehört, fordert nach Angaben von Green Mountains, dass die erste Bauphase spätestens im Januar 2025 abgeschlossen sein soll, die letzte Bauphase im Jahr 2027. Die Bauzeit für das erste Gebäude soll zwölf Monate betragen.

Im Vollausbau soll der Campus aus bis zu acht Datenhallen bestehen. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf über 50 Milliarden NOK, wobei jeweils die Hälfte auf Green Mountain und den Kunden entfällt.

Der Geschäftsführer von Green Mountain, Svein Atle Hagaseth, hofft auf eine schnelle und positive Behandlung des Ausnahmegenehmigungsantrags: „Die Umsetzung dieses Projekts wird zu vielen positiven Folgeeffekten führen, sowohl in Form von lokaler Wertschöpfung, neuen Arbeitsplätzen, Kompetenzentwicklung als auch.“ mehr. Es ist auch unser erklärtes Ziel, diese Anlage mit dem geringstmöglichen Platzbedarf in der Umgebung zu errichten und eines der nachhaltigsten Rechenzentren im In- und Ausland zu schaffen.“

Green Mountain wird auch die Infrastruktur für andere Unternehmen vorbereiten, um die Abwärme des Rechenzentrums zu nutzen. „Wir stehen in engem Dialog mit mehreren Unternehmen über mögliche Projekte zur Wärmewiederverwendung. Die Lebensmittelproduktion in Gewächshäusern, landbasierte Fischzucht, Fernwärme und Trocknungsanlagen gehören zu den Optionen, die wir prüfen“, so Hagaseth.

Der Antragsprozess soll bis Ende November abgeschlossen sein, so dass direkt im Anschluss mit dem Bau begonnen werden kann.

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