Norwegischer Energieversorger Eviny erhält Zuschlag für Bau von 142 Ladestationen in Deutschland

Bei der ersten Ausschreibung für die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland hat das norwegische Unternehmen Eviny die meisten Standorte erhalten.©Eviny

Bergen/Berlin, 27. September 2023. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat die erste Ausschreibung für das Deutschlandnetz erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt zehn Unternehmen werden rund 900 Standorte mit fast 8.000 neuen Ultra-Schnellladepunkten für Elektroautos errichten und betreiben. Der norwegische Energieversorger Eviny Elektrifisering AS hat bei der Ausschreibung den Zuschlag für drei Lose erhalten. Das Unternehmen wird bis Ende 2025 142 neue Ladestationen in Deutschland mit insgesamt 1.232 Ladepunkten errichten, teilt das Unternehmen mit. Damit habe Eviny die meisten Standorten der Ausschreibung der Nationalen Leitstelle Infrastruktur erhalten. Das Unternehmen ist seit 2022 in Deutschland aktiv. Wie CEO Ragnhild Janbu Fresvik in einer Pressemitteilung erklärt, erhält das Unternehmen über eine Milliarde NOK an Unterstützung durch deutschen Behörden.

Damit die Ladeinfrastruktur auch tatsächlich im gesamten Bundesgebiet entsteht, hat das BMDV für das Deutschlandnetz 900 Suchräume definiert, in denen die einzelnen Ladestandorte errichtet werden. Diese Suchräume sind von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur ermittelt worden und berücksichtigen sowohl die bestehende Schnellladeinfrastruktur als auch die zunehmende Anzahl an Elektroautos in den kommenden Jahren. Die Schnellladestationen von Eviny sollen an strategisch günstige Orte wie Verkehrsknotenpunkte, Supermärkte und Einkaufszentren platziert werden. Pål Tveitevåg, Geschäftsführer von Eviny Elektrificatio, ist mit der geografischen Lage der Gebiete, die Eviny in Deutschland gewonnen hat, sehr zufrieden. Einer liegt im Nordwesten, was gut zur Entwicklung in Schweden und Dänemark passe. Die letzten beiden befinden sich in Süddeutschland, wo es die meisten Elektroautos gibt.

Das BMDV hat die künftigen Betreiber nicht allein nach dem günstigsten Angebotspreis ausgewählt. Bei der Angebotsbewertung war ebenfalls relevant

  • ob die Betreiber ihre Standorte schnell errichten können, weil sie bereits über geeignete Flächen verfügen,
  • wie nutzerfreundlich die einzelnen Bieter ihre Standorte aufbauen wollen,
  • wie überzeugend das Design der neuen Standorte ist.

Eviny plant und baut bereits mehrere Ladestationen in Deutschland – unabhängig von der Ausschreibung. Bis Ende 2024 will Eviny deutschlandweit ca. 50 Standorte in Betrieb nehmen, schwerpunktmäßig in Bayern, Baden-Württemberg und Süd-West-Deutschland.

Eviny ist einer der größten Ladeanbieter in Nordeuropa. Insgesamt verfügt Eviny über 258 Ladestationen und 1.485 Schnell- und Blitzladepunkte in ganz Norwegen und Schweden. In Dänemark und Deutschland befindet sich das Unternehmen in der Startphase des Aufbaus eines Netzes von Ladestationen. In Norwegen hat Eviny bereits ein landesweites Netzwerk von Schnellladestationen mit einer Leistung von bis zu 360 Kilowatt installiert. Für Deutschland ist nun der Aufbau eines Schnellladenetzes mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt geplant. Die Schnellladestationen von Eviny sind für alle auf dem Markt verfügbaren Elektrofahrzeuge zugänglich.

Folgende Unternehmen haben Zuschläge für das Deutschlandnetz erhalten.

  • Allego GmbH
  • BayWa Mobility Solutions GmbH
  • E.ON Drive Infrastructure GmbH
  • Eviny Elektrifisering AS
  • Fastned Deutschland GmbH & Co. KG
  • EWE Go HOCHTIEF Ladepartner GmbH & Co. KG
  • Mer Germany GmbH
  • Pfalzwerke AG
  • Total Energies Marketing Deutschland GmbH
  • Via Deutschlandnetz (VINCI Concessions Deutschland GmbH)

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