Norwegisches Unternehmen HydrogenPro liefert Elektrolyseure für grüne Wasserstoffanlage von Salzgitter

HydrogenPro hat seine Produktionskapazität im Werk Tianjin in China in diesem Jahr modernisiert und deutlich erhöht. Hier werden unter anderem auch 40 Elektrolyseuren für den weltweit größten Hub für grünen Wasserstoff in den USA hergestellt. ©HydrogenPro

Porsgrunn, 21. September 2023. Der Salzgitter-Konzern hat den Technologiekonzern ANDRITZ mit der Lieferung einer der größten grünen Wasserstoffanlagen Europas beauftragt. Das norwegische Unternehmen HydrogenPro ASA wird hierfür entsprechend eines Auftrages der Andritz AG alkalische Hochdruck-Elektrolyseure mit einer Gesamtleistung von 100 MW zuliefern. Dies entspricht 18 Einheiten der 5,5-MW-Zellenstapel von HydrogenPro. Ab 2026 soll die Anlage jährlich rund 9.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren, der zur Herstellung von grünem Stahl im Rahmen des SALCOS®-Programms der Salzgitter AG verwendet wird. Dies markiere den Beginn der industriellen Nutzung von Wasserstoff, teilt Andritz mit.

„Dieser Auftrag stellt einen wichtigen Meilenstein für unsere Partnerschaft mit Andritz und den ersten Schritt unserer europäischen Expansion dar“, sagt Jarle Dragvik, CEO von HydrogenPro.

Die Finanzierung der ersten Stufe der CO2-freien Stahlproduktion im Salzgitterkonzern (SALCOS®-Programm) ist durch Fördermittel der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Niedersachsen in Höhe von einer Milliarde Euro sowie durch Eigenmittel der Salzgitter AG sichergestellt.

Darüber hinaus hat das Unternehmen einen Vertrag zur Lieferung eines 5,5-MW-Elektrolyseurs an den Takasago Hydrogen Park von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) in Japan abgeschlossen – das weltweit führende Testzentrum für die Zulassung der Wasserstofftechnologie. „Dies ist das weltweit erste Zentrum zur Validierung der Wasserstofftechnologie, von der Wasserstoffproduktion bis zur Stromerzeugung. Wir sind stolz darauf, dass sich unsere wichtigen Partner bei MHI für unsere einzigartige Technologie entscheiden, und beweisen einmal mehr, dass wir bei der Entwicklung der Wasserstofftechnologie an der Weltspitze stehen“, so Dragvik.

Im Jahr 2022 schloss HydrogenPro die Vereinbarung zur Lieferung des Elektrolyseurs, der Ingenieurdienstleistungen und des Projektmanagements an MHI. Der Elektrolyseur begann im August dieses Jahres mit der Wasserstoffproduktion und wurde auf der neuen Produktionslinie von HydrogenPro in China hergestellt. Ziel von MHI ist es, die Produktionszuverlässigkeit seiner Wasserstoffgasturbinen so weiterzuentwickeln und zu verbessern, dass sie teilweise oder zu 100 % mit Wasserstoff betrieben werden können. Für den Import von Hochdruckelektrolyseuren nach Japan ist eine Zertifizierung nach KHK (Japan Gas Safety Institute) erforderlich. HydrogenPro habe dies als weltweit erster Hersteller von Hochdruck-Elektrolyseuren erreicht, teilt das Unternehmen mit.

Finden Sie hier einen Beitrag zur Eröffnung eines Regionalbüros von HydrogenPro im Juni dieses Jahres in Duisburg.

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