Aker Horizons erhält staatliche Zuschüsse und Darlehen zum Bau einer grünen Wasserstoff-Fabrik in Rjukan

Die geplante Wasserstofffabrik in Rjukan soll alte Industrieanlagen und Gebäude nutzen.©Illustration Aker Horizons Asset Development.

Lysaker, 31. Mai 2023. Aker Horizons ASA, ein Unternehmen Aker-Gruppe, will in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinden Tinn und der Wirtschaftsentwicklung Rjukan in Rjukan eine Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff bauen. Durch die Wiederverwendung eines bestehenden Industriestandorts einschließlich Infrastruktur und Gebäuden und die Nutzung des Zugangs zu kostengünstiger Wasserkraft in der Region soll das Projekt ein Vorreiter in der Branche bei der Produktion von grünem Wasserstoff werden. Von der Wirtschaftsfördergesellschaft Innovation Norway erhielt die Aker Horizons Asset Development (AAD), das Wasserstoffunternehmen von Aker Horizons, jetzt Zuschüsse in Höhe von 85 Millionen NOK und Darlehen in Höhe von 50 Millionen NOK. Die endgültige Investitionsentscheidung soll noch in diesem Jahr fallen, die Produktion könnte dann 2025 starten.

Die Anlage wird zunächst eine Kapazität von 20 MW haben und neun Tonnen Wasserstoff pro Tag produzieren. Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte es um weitere 20 MW ausgebaut werden. Von Rjukan aus will Aker Horizons komprimierten Wasserstoff an Industrie, Schifffahrt und Mobilitätsabnehmer in Ostnorwegen liefern.

„Die Entwicklung neuer Technologien für die Produktion und Vermarktung von grünem Wasserstoff ist ein wichtiger Teil des grünen Wandels Norwegens. Dies ist ein innovatives Projekt mit großem Wachstumspotenzial, das zu einer Steigerung der Exporte auf dem Festland beitragen kann“, sagt Håkon Haugli, CEO von Innovation Norway.

Die Einrichtung soll in Rjukan in der Gemeinde Tinn in Vestfold und Telemark errichtet werden und soll zu mehr Beschäftigung und einer möglichen Zunahme neuer Einwohner in Tinn führen.

Die Logistik rund um die zukünftige Wasserstoffproduktion.©Aker Horizons Asset Development

Die Wasserstofffabrik werde in Rjukan Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Kronen sowie neue grüne Arbeitsplätze mit sich bringen, erklärt Projektleiterin Ragnhild Stokholm von Aker Horizons Asset Development. 

Für die Bereitstellung von Wasserstoff ohne Zwischenspeicherung zwischen Produktion und Lieferung gibt es derzeit keine guten Lösungen. AAD werde Lösungen entwickeln, die die Notwendigkeit einer Wasserstoffspeicherung zwischen den Produktions- und Logistikverbindungen für komprimierten Wasserstoff überflüssig machen können, heißt es in einer Pressemitteilung von Innovation Norway. Auf diese Weise könnten die finanziellen, technischen und sicherheitstechnischen Risiken verringert werden, die dem Aufbau großtechnischer grüner Produktionsanlagen für Wasserstoff im Wege stehen.
Die Entwicklung einer Wertschöpfungskette für die nachhaltige Produktion, Verteilung und Nutzung von Wasserstoff stehe im Mittelpunkt des Regierungsfahrplans zur grünen Industrieförderung.

„Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Innovation Norway unser Wasserstoffprojekt in Rjukan unterstützt. Solche gezielten Bemühungen des politischen Apparats tragen zur Risikominderung und Weiterentwicklung zur Ausweitung der Wasserstoffproduktion bei. Beispielsweise wird unser geplantes Wasserstoff- und Ammoniak-Großprojekt in Narvik von den Erfahrungen profitieren, die wir im Rjukan-Projekt sammeln“, sagt Knut Nyborg, CEO von Aker Horizons Asset Development.

In Aukra im Landkreis Møre und Romsdal an der norwegischen Westküste entwickeln Aker Horizons, CapeOmega und Shell eine groß angelegte Produktionsanlage für kohlenstoffarmen (blauen) Wasserstoff. Das Aukra-Projekt soll eine wichtige Rolle beim norwegischen Wasserstoffexport nach Europa spielen.

In Berlevåg, nördlich des Polarkreises, entwickeln Aker Horizons und Varanger Kraft eine grüne Ammoniakproduktionsanlage, um die Schifffahrtsindustrie und netzferne Gemeinden in der Arktis mit sauberer Energie zu versorgen.

In Narvik baut Aker Horizons eine grüne Wertschöpfungskette für die energieintensive Industrie in Nordnorwegen auf.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Drei Tage Oslo mit BusinessPortal Norwegen