Norwegische Fregatte „Helge Ingstad“ als Altmetall verkauft

Am 8. Februar 2021 wurde die KNM „Helge Ingstad“ auf ihre letzten Reise als Fregatte zur Verschrottung nach Hanøytangen außerhalb von Bergen geschleppt.©Forsvaret

Oslo, 18. Mai 2023. Die 5.000 Tonnen Metall, die von der norwegischen Fregatte „Helge Ingstad“ nach einer Kollision mit einem Tanker im Jahr 2018 übrig blieben, wurden jetzt nach norwegischen Presseberichten für knapp 18 Millionen NOK verkauft. Der Bau des Schiffes kostete ursprünglich 4,3 Milliarden NOK. Vor dem Verkauf hat die norwegische Armee Technologie und Ersatzteilen aus dem Rumpf für den Einsatz bei anderen Fregatten entnommen, insgesamt mehr als 2.000 Komponenten.

Vor dem Unfall im Jahr 2018 hatte die KNM „Helge Ingstad“ nach Angaben der Streitkräfte sowohl für die NATO operiert als auch Chemiewaffen aus Syrien transportiert. Ihre Aufgabe bestand darin, das Frachtschiff „Taiko“ zu eskortieren, das die chemischen Substanzen transportierte. Neben der Besatzung der KNM „Helge Ingstad“ beteiligten sich auch Einsatzkräfte des Küstenwachekommandos und des Minentaucherkommandos als Truppenschutz. Sie absolvierten Missionen im Auftrag der UN und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Nach einem halben Jahr im Einsatz wurde „Helge Ingstad“ im Mai 2014 vom Küstenwacheschiff KV „Andenes“ abgelöst. 

Sie war sowohl im Mittelmeer, entlang der norwegischen Küste als auch auf U-Boot-Jagd in der Arktis mit Hafenbesuchen in Spitzbergen im Einsatz. Mehr als 500 Menschen haben in den zehn Jahren auf dem Schiff gedient.

Im September 2018 trat die KNM „Helge Ingstad“ der ständigen Seestreitmacht der NATO (SNMG1) bei. Diese Truppe ist Teil der NATO Response Force und kann überall auf der Welt kurzfristig zu akuten Einsätzen ausrücken. 

Auf dem Weg zu einem Einsatz im schottischen Dundee kollidierte die Fregatte 2018 mit dem Tanker „Sola TS“ im Hjeltefjord nördlich von Bergen und sank in wenigen Minuten.

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