Norwegen will Exporteinnahmen der maritimen Industrie bis 2030 um 51 Prozent steigern

Oslo, 2. Mai 2023. Norwegens Regierung will die norwegischen Exporte außer Öl und Gas bis 2030 um 50 Prozent steigern und gleichzeitig die gesamten Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent senken. Um das Exportziel zu erreichen, hat die Regierung im vergangenen Jahr die Exportreform „Ganz Norwegen exportiert“ auf den Weg gebracht.  Am 2. Mai stellten der Minister für Fischerei und Ozeane und der Industrieminister eine zweite Exportinitiative vor, die dazu beitragen, die Exporteinnahmen für Werften, Ausrüstungs- und Dienstleistungshersteller bis 2030 um 51 Prozent zu steigern.

„Norwegen muss seine Position als führender globaler Akteur bei neuen und umweltfreundlichen maritimen Lösungen und Dienstleistungen stärken“, erklärte Industrieminister Jan Christian Vestre bei der Präsentation der Initiative in Trondheim.

Bis 2030 sollen die Exporteinnahmen von 85 Milliarden NOK im Jahr 2021 auf 128 Milliarden NOK gesteigert werden. Wie Fischerei- und Meeresminister Bjørnar Skjæran erklärte, werde die globale maritime Industrie, die sich im Einklang mit dem grünen Wandel rasant verändert, norwegischen Unternehmen große Möglichkeiten für mehr Exporte norwegischer maritimer Lösungen bieten.

Die Regierung stellt für die Exportförderung bis Ende 2023 25 bis 50 Millionen NOK bereit, die vor allem in die Stärkung des exportorientierten Politikapparats in ausgewählten Segmenten und Märkten fließen sollen, um norwegische Unternehmen bei der Akquisition von Aufträge in neuen Märkten zu unterstützen.

Die Exportinitiative „Mehr und grüner maritimer Export“ ist eine öffentlich-private Partnerschaft. Die Regierung hat zehn Maßnahmen zur Steigerung der maritimen Exporte auf den Weg gebracht: 

  1. Aufbau von Exportnetzwerken und Aufzeigen konkreter Marktchancen; 
  2. Erarbeitung von Programm für Branding-, Positionierungs- und Exportschulungen;
  3. Entwicklung fokussierter Bemühungen in den Gebieten für Singapur und Südostasien; 
  4. Thematischer Fokus auf Schiffe für Offshore-Wind und Offshore in Nordeuropa; 
  5. Thematischen Fokus auf den Kreuzfahrtmarkt in den USA und Europa;
  6. Erarbeitung eines Programms für eine grüne maritime Wende in Verbindung mit EU Fit for 55
  7. Stärkung des „Team Norwegen“ durch strategische internationale Regierungsarbeit;
  8. Stipendium zur Lieferantenentwicklung für innovative maritime Lösungen;
  9. Nutzung des rechtlichen Spielraums des EWR für die öffentliche Beschaffung von Schiffen;
  10. Stärkung der Finanzierungslösungen für den norwegischen Schiffbau.

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