Norwegischer Aluminiumkonzern Hydro liefert klimafreundliches Aluminium an Porsche

Hilde Merete Aasheim, Präsidentin und CEO des Aluminiumkonzerns Hydro, und Barbara Frenkel, Mitglied des Vorstandes für Beschaffung bei der Porsche AG.©Marcus Valeur/Porsche

Oslo, 26. April 2023. Die Porsche AG will die CO2-Bilanz seiner Fahrzeuge weiter verbessern. Zu diesem Zweck unterzeichnete das Unternehmen jetzt mit Norsk Hydro ASA eine Absichtserklärung zum Einsatz von CO2-reduziertem Aluminium und Aluminium-Strangpressprofilen. Darüber hinaus vereinbarten beide Unternehmen, an einem Konzept für eine innovative Wertschöpfungskette für Batteriematerialien und deren Recycling zu arbeiten.

Hydro wird Porsche und verschiedene Porsche-Lieferanten mit dem CO2-emissionsarmem Aluminium Hydro Reduxa 4.0 beliefern. Dieses Aluminium-Vormaterial verfügt nach Angaben des Unternehmens über einen der niedrigsten CO2-Fußabdrücke auf dem Markt und wird mit erneuerbarer Energie produziert. Der CO2-Fußabdruck beziehe sich auf sämtliche Emissionen vom Abbau bis zum Vormaterial. Durch den Einsatz des Materials werde es Porsche bis 2025 möglich sein, die CO2-Bilanz beim Aluminium bei neuen Fahrzeugprojekten auf rund 3,5 Kilogramm pro genutztem Kilogramm Aluminium zu reduzieren, heißt es in einer Pressemitteilung von Porsche. Zum Vergleich: Der durchschnittlichen Wert des gegenwärtig in Europa verbrauchten Primäraluminiums liegt um 60 Prozent höher.

„Porsche arbeitet auf eine bilanziell CO2-neutrale Wertschöpfungskette seiner Fahrzeuge im Jahr 2030 hin. Aluminium und die Materialien für die Batterieproduktion spielen eine Schlüsselrolle in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Mit dem Aluminium von Hydro streben wir an, die durch dieses wichtige Material verursachten CO2-Emissionen erheblich zu verringern“, erklärt Barbara Frenkel, Mitglied des Vorstandes für Beschaffung bei der Porsche AG.

Aluminium sei ein wesentlicher Faktor beim Übergang zu einer grünen Wirtschaft, aber es brauche emissionsfreie Lieferketten, sagt Hilde Merete Aasheim, Präsidentin und CEO von Hydro. Die Unternehmen müssten den Weg zu diesem Ziel gemeinsam beschreiten.

Der Anteil von Aluminium in den Fahrzeugen von Porsche habe sich kontinuierlich erhöht. Das Material sei sogar eines der Schlüsselelemente bei der Transformation eines Elektroautos in einen Sportwagen, teilt Porsche mit. Grund seien die hervorragenden mechanischen Eigenschaften durch das geringe Gewicht. Schon heute mache Aluminium etwa 30 Prozent des Gesamtgewichts des Porsche Taycan aus, dem ersten vollelektrischen Sportwagen der Marke.

Bis 2030 soll das Aluminium, mit denen die Zulieferer von Porsche künftig versorgt werden, CO2-neutral sein. Um die Kreislaufwirtschaft und den CO2-Fußabdruck des produzierten Aluminiums weiter zu verbessern, will das norwegische Industrieunternehmen den Einsatz erneuerbarer Energien bei der Aluminiumproduktion und das Recycling von Schrott fördern.

Ein weiterer Punkt der Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen ist die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für den Aufbau einer nachhaltigen Batterie-Wertschöpfungskette in Europa inklusive einer Roadmap für das Recycling von Batteriematerialien in Europa. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich effiziente geschlossene Kreisläufe für die Batterien der Elektrofahrzeuge von Porsche aufbauen lassen.

„Der Zugang zu nachhaltig gewonnenen Rohstoffen ist eine Herausforderung für uns und die gesamte Automobilindustrie. Hydro verfügt über umfassende Erfahrung mit dem Recycling von Batterierohstoffen. Bei Porsche wollen wir den Einsatz von recycelten Materialien in unseren Fahrzeugen erhöhen. Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft ist eine Ambition, die wir mit Hydro gemeinsam verfolgen. Wir wollen unsere Lieferkette langfristig sichern und erwarten daher wertvolle Impulse aus unserem Recycling-Projekt mit Hydro“, sagt Barbara Frenkel.

Die beiden Unternehmen gehen davon aus, im Jahr 2025 die ersten Ergebnisse zur möglichen Realisierbarkeit eines gemeinsamen Batterie-Recyclings präsentieren zu können

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