Monumentalskulptur „Maman“ von Louise Bourgeois im Schlosspark in Oslo zu besichtigen

Königin Sonja und Kronprinzessin Mette-Marit vor der Skulptur Maman von Louise Bourgeois im Schlosspark.©Beate Dahle Oma / NTB

Oslo, 24. April 2023. Im Schlosspark in Oslo ist seit dem 24. April die Monumentalskulptur Maman von Louise Bourgeois zu besichtigen. Königin Sonja und Kronprinzessin Mette-Marit enthüllten die 9 x 9 x 10 Meter große Spinne der französisch-amerikanischen Künstlerin. Die Skulptur ist Teil des Kulturvermittlungs- und Skulpturenparks des Königspalastes und kann von der Öffentlichkeit bis August 2023 kostenlos besucht werden. Am 4. Mai eröffnet das Nationalmuseum die große Retrospektive der Kunst von Louise Bourgeois – Imaginäre Gespräche.  Hier können Besucher in der Ausstellung im Lichtsaal eine weitere Spinneninstallation von Bourgeois, Spider, erleben.

Skulpturen von Bourgeois sind in Norwegen auch auf Tjuvholmen und im Ekebergparken in Oslo zu finden. 2010 schuf Bourgeois zusammen mit dem Schweizer Architekten Peter Zumthor und der norwegischen Historikerin Liv Helene Willumsen das Hexendenkmal The Damned, the Possessed and the Beloved. Das Denkmal erinnert an die Opfer der Hexenprozesse im 17. Jahrhundert und befindet sich in Vardø. 

„Und jetzt steht sie hier – mit ihren gewaltigen Ausmaßen: 9 x 9 x 10 Meter – und erinnert uns an die mächtige Zerbrechlichkeit des Lebens“, sagte Königin Sonja bei der Zeremonie zur Enthüllung der Skulptur. „Sie versucht, wie wir alle, die Balance zu finden. Sie handelt, schützt und kann sich um das Schöne kümmern – auch in beängstigenden und vielleicht bedrohlichen Situationen. Sie enthält die Kontraste und Paradoxien des Lebens. Auf ihren dünnen, aber kräftigen Beinen ist Louise Bourgeois‘ Maman durch die Welt gekrochen und gewirbelt – von New York im Westen bis Tokio im Osten, von Bilbao im Süden und hier bis zum frühlingshaften Schlosspark in Oslo, umgeben von lebenden Artgenossen.“

Louise Bourgeois gilt als eine der einflussreichsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Skulptur Maman, die jetzt im Slottsparken aufgestellt ist, gehört der eigenen Stiftung der Künstlerin und besteht aus Stahl, Bronze und Marmor. Die Spinne ragt auf acht Beinen über den Boden und hat Abmessungen von fast zehn mal zehn Metern. Sie trägt 20 Marmoreier im Beutel auf ihrem Bauch. 

Die Spinne war ein wiederkehrendes Thema für Louise Bourgeois. Der Titel selbst kann mit „Mummy“ oder „Mamma“ übersetzt werden und wie die Künstlerin erklärte, habe sie das Werk als Ode an ihre Mutter geschaffen. Es zeigt die Stärke, die in der Mutterschaft liegt. Die Spinne bezieht sich auch auf die Aktivitäten der Mutter wie Spinnen, Weben, Pflegen und Beschützen.

Neben der Skulptur Maman sind im Schlosspark bereits Werke aufgestellt, die die Frauenpionierin Camilla Collett (1813–1895) und die ersten Damen der neuen norwegischen Monarchie vorstellen: Königin Maud, Kronprinzessin Märtha und Königin Sonja. Auch der speziell für und von Kindern geschaffene Skulpturenpark von Prinzessin Ingrid Alexandra wird hier gezeigt.

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