Norwegen und die EU gründen „Grüne Allianz“

Premierminister Jonas Gahr Støre und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen informierten am 24. April über die Gründung einer Grünen Allianz.©Ingrid Brandal Myklebust /Ministerpräsidentenamt

Brüssel, 24. April 2023. Norwegen und die EU haben im Vorfeld des Nordseegipfels in Ostende in Brüssel eine Grüne Allianz gegründet. Damit ist Norwegen nach Japan das zweite Land, mit dem die EU eine solche privilegierte Partnerschaft eingeht. In einem von Premierminister Jonas Gahr Støre und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterzeichneten Dokument legten beide Seiten die Schwerpunkte der Zusammenarbeit im Bereich Grüne Transformation fest. Støre hob vor allem hervor, dass die die grüne Allianz mit der EU den Grundstein für zukünftige grüne Arbeitsplätze in Norwegen legt.

„Dies ist eine historische Vereinbarung. Um die Klimaziele und den grünen Übergang zu erreichen, sind Zusammenarbeit und gemeinsame Anstrengungen erforderlich, um erfolgreich zu sein. Die grüne Allianz, die wir heute mit der EU eingehen, wird dazu beitragen, eine verstärkte Klima-, Energie- und industrielle Zusammenarbeit zwischen Norwegen und der EU sicherzustellen“, sagt Støre.

Im Februar 2022 lancierten der Premierminister und der Präsident der Europäischen Kommission ein Ziel für eine verstärkte Klima-, Energie- und industrielle Zusammenarbeit zwischen Norwegen und der EU. Dieser Vereinbarung folgten seitdem politische Gespräche und konkrete Pläne für eine verstärkte Zusammenarbeit unter anderem bei Batterien, kritischen Rohstoffen und Energie. Eine grüne Allianz führe diese Arbeit noch einen Schritt weiter, indem sie eine Superstruktur für grüne Sektoren schafft, in denen Norwegen und die EU ein gemeinsames Interesse an einer Zusammenarbeit haben, teilt die norwegische Regierung mit.

„Das grüne Bündnis ist breit, aber gleichzeitig konkret in Bezug auf die Möglichkeiten, die hier sowohl für Norwegen als auch für Europa liegen. Einige Dinge werden ausdrücklich erwähnt, wie z. B. CO2-Abscheidung und -Speicherung, Offshore-Wind, Wasserstoff, kritische Rohstoffe, Batterien und umweltfreundliche Schifffahrt. Dies sind Bereiche, in denen Norwegen eine führende Rolle spielen kann“, so Støre weiter.  

In den kommenden Jahrzehnten wollen Norwegen, die EU und die EU-Mitgliedstaaten große Ressourcen einsetzen, um eine nachhaltigere und grünere Wirtschaft zu entwickeln.

Eine grüne Allianz mit der EU soll einen Rahmen für Partnerschaften in verschiedenen Wertschöpfungsketten und für die Zusammenarbeit in anderen Bereichen wie Klima, Energie, Verkehr, nachhaltige Finanzierung und Forschung bieten. Die Vereinbarung ist rechtlich nicht bindend, stellt jedoch eine wichtige Vereinbarung darüber dar, welche vorrangigen Bereiche der grünen Wende sowohl für die EU als auch für Norwegen voranschreiten.
 
„Eine Grüne Allianz wird eine verstärkte Zusammenarbeit beim grünen Übergang zwischen Norwegen und der EU in internationalen Foren und gegenüber anderen Ländern außerhalb der EU erleichtern. Dies wird nicht zuletzt bei der Unterstützung der Entwicklungsländer wichtig sein, um Emissionssenkungen und Umstrukturierungen in der Welt außerhalb Europas sicherzustellen“, sagt Støre.

Finden Sie hier das Dokument zur Gründung der Grünen Allianz.

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