Erster Spatenstich für neuen Flughafen in Bodø

Ida Pinnerød, Bürgermeisterin von Bodø, Abraham Foss, CEO von Avinor, und Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård beim ersten Spatenstich für den neuen Flughafen in Bodø©Avinor / Øystein Løwer. 

Bodø, 21. März 2023. Bodø, die Stadt der Seeadler in der Region Nordland, bekommt einen neuen Flughafen. Eine entsprechende Vereinbarung zum Bau des Airports haben Bodøs Bürgermeisterin Ida Pinnerød und Abraham Foss, CEO des Flughafenbetreibers Avinor, unterzeichnet. Gleichzeitig unterzeichneten sie einen Vertrag mit Forsvarsbygg, dem Bauunternehmen des norwegischen Verteidigungssektors, zum Kauf des Grundstücks. Um den Flughafen herum soll ein neuer Stadtteil entstehen. Die Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen, die Eröffnung ist für 2029 geplant.

Der neue Flughafen in Bodø wird etwa 900 Meter südlich des derzeitigen Flughafens liegen. Der heutige Flughafen wird bis zum Tag vor der Inbetriebnahme des neuen Flughafens in Betrieb sein. Das Vorhaben benötige noch die erforderliche ESA-Zulassung ( European Surveillance Authority), teilt Avinor mit, da die staatliche Unterstützung für diese Art von Projekten durch die EWR-Rechtsvorschriften abgedeckt werden. 

Jährlich werden etwa 2,3 Millionen Passagiere den Flughafen erwartet. 350 Firmen sind am Bau beteiligt.

„Es ist ein großer und wichtiger Tag für den Verteidigungssektor. Wir freuen uns sehr, zur Realisierung einer neuen Stadt und eines neuen Flughafens in Bodø beitragen zu können. Gleichzeitig schließen wir mit einiger Traurigkeit ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte der Verteidigung Norwegens. Bodø ist seit vielen Jahrzehnten eine zentrale Verteidigungsstadt. Wir werden weiterhin sowohl auf der Flugstation als auch in der Region präsent sein, aber mit dieser Vereinbarung haben wir uns verpflichtet, bedeutende Gebiete zivilen Zwecken zuzuführen“, sagt Thorbjørn Thoresen, Direktor von Forsvarsbygg.

Der Flugbetrieb in Bodø begann mit dem Bau einer alliierten Landebahn während der deutschen Besatzung im Mai 1940. Die Landebahn wurde sofort von deutschen Flugzeugen bombardiert und von der Besatzungsmacht übernommen. 1950 genehmigte das Storting den Bau eines modernen Flughafens in Bodø für zivile und militärische Zwecke. 1955 befanden sich zwei Jagdstaffeln auf der Station, 1981 traf das erste F-16-Flugzeug in Bodø ein. Fast die ganze Zeit über war Bodø der wichtigste Luftwaffenstützpunkt der Luftwaffe in Norwegen. 2012 entschied das Storting, dass Ørland Norwegens zukünftiger Kampfflugzeugstützpunkt sein soll. Die Entscheidung besagte auch, dass die Staffeln 331 und 332 von Bodø nach Ørland verlegt und die Staffeln 338 geschlossen werden sollten.
Dieser Prozess habe mit der Unterzeichnung von Vereinbarungen zwischen Forsvarsbygg, Avinor und der Gemeinde Bodø über die Übertragung von Grundstücken, die sowohl eine neue Stadt als auch einen neuen Flughafen ermöglichen, einen bedeutenden Meilenstein erreicht, teilt Forsvarsbygg mit.

„Neue Stadt – neuer Flughafen“ ist das Entwicklungsprojekt zwischen der Gemeinde Bodø und dem norwegischen Flughafenbetreiber Avinor. Avinor und die Gemeinde Bodø sind beide Käufer, aber der Zeitpunkt für die Eigentumsübernahme ist unterschiedlich. 

Forsvarsbygg wurde während des gesamten Projekts die Verantwortung für die Umweltsanierung übertragen. Eine umfangreiche Umweltuntersuchung und Dokumentation der Verschmutzung auf dem Grundstück wurde durchgeführt.

Der Verteidigungssektor wird weiterhin am neuen Flughafen in Bodø präsent sein. Dies gilt hauptsächlich für eine begrenzte Anzahl von Unterständen, einen Hangar und einige weitere einzelne Gebäude/Infrastruktur. Forsvarsbygg betreibt und wartet den verbleibenden Gebäudebestand und die Infrastruktur auf der Basis Bodø sowie andere Einrichtungen im Bodø-Gebiet, die unter anderem mit dem Bodin Camp und dem Operational Headquarters (FOH) der Streitkräfte verbunden sind.

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