Verkaufsverbot für norwegische Easee-Ladelösungen in Schweden

Easee verkauft seine Ladelösungen auch in Deutschland. Hier wurde dem Unternehmen für das Produkt Easee Home von der Stiftung Warentest das Prädikat GUT verliehen.©Eeasee

Stavanger, 22. März 2023. Das norwegische Unternehmen Easee AS, Anbieter von Ladelösungen für Elektroautos, darf seine Produkte nicht mehr auf dem schwedischen Markt verkaufen. Wie Easee mitteilt, hat die schwedischen Sicherheitsbehörde Elsäkerhetsverket ein entsprechendes Verbot erlassen. Die Entscheidung von Elsäkerhetsverket gelte ausschließlich für den schwedischen Markt und habe derzeit keine Auswirkung auf andere Märkte, folglich auch nicht auf den deutschen Markt.

Easee AS müsse den Verkauf der Home- and Charge-Ladegeräte für Elektroautos einstellen, da die Geräte vor der Markteinführung keiner Konformitätsbewertung unterzogen wurden. Auch müsse das Unternehmen Produkt von seinen Händlern zurückrufen, teilt die Sicherheitsbehörde Elsäkerhetsverket mit. Die Behörde bemängelt auf technischer Seite, dass die Erdschlussschutzschalterlösung und der DC-Schutz des Geräts nicht die Anforderungen der relevanten Normen erfüllen. Als Verwaltungsmängel führt Elsäkerhetsverket auf, dass in der Bedienungsanleitung des Geräts nicht darüber informiert wird, dass dem Gerät ein Fehlerstromschutzschalter vorgeschaltet werden muss.

Bereits installierte Geräte in Schweden sind von der Entscheidung von Elsäkerhetsverket nicht betroffen.

Easee legt gegen das verhängte vorläufige Verkaufsverbot in Schweden Rechtsmittel ein.

“Wir als Easee können diese Entscheidung in keinster Weise nachvollziehen und werden alles tun, um unsere Kunden, Partner und Mitarbeiter zu schützen. Unser Hauptaugenmerk lag schon immer auf Menschen und Sicherheit“, sagt Jonas Helmikstøl, Gründer und CEO des Unternehmens.

Easee betont, dass es keine Vorfälle gegeben hat, die die Grundlage für das Verkaufsverbot begründen.

Easee ist ein im Jahr 2018 gegründetes Green-Tech-Unternehmen. Das Unternehmen entwickelt, entwirft und produziert Produkte in Skandinavien und exportiert derzeit in Länder in ganz Europa, unter anderem in Deutschland. Ziel ist es, bis 2026 zu einem der größten Unternehmen für grüne Technologien in Europa und bis 2031 zu einem der größten weltweit zu werden.

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