Norwegen will sich der von Deutschland koordinierten IPCEI-Batterie-Initiative anschließen

Industrieminister Jan Christian Vestre zusammen mit Vertretern der Unternehmen, die sich für die Teilnahme an IPCEI EuBatIn beworben haben.©Yngve Angvik/Ministerium für Industrie und Fischerei

Oslo, 16. März 2023. Ende Januar hatte Deutschland norwegische Unternehmen eingeladen, sich an EuBatIn, der zweiten Batterieinitiative Important Projects of Common European Interest IPCEI, die Anfang 2021 von der EU genehmigt wurde, zu beteiligen. IPCEI EuBatIn wird von Deutschland koordiniert. Die Mitgliedschaft verschafft norwegischen Unternehmen Zugang zu Finanzierungen, neuen Märkten und europäischer Zusammenarbeit. Fünf norwegische Batterieunternehmen präsentierten jetzt auf einer Pressekonferenz mit Industrieminister Jan Christian Vestre ihre Projekte zur Teilnahmen an der Batterieinitiative IPCEI EuBatIn.

„IPCEI ist die Champions League für große Batterieprojekte. Dies ist ein Durchbruch, der die norwegische Batterieindustrie zu neuen Höhen führen kann“, sagt Industrieminister Jan Christian Vestre.

Folgende Unternehmen wollen teilnehmen:

  • Das Aluminiumunternehmen Hydro, das seit 2017 in Unternehmen im Bereich Batterien und Energiespeicherung investiert;
  • Morrow Batteries, das in Arendal eine Giga-Batteriefabrik baut;
  • Vianode ist das Batterieentwicklungsunternehmen des Siliziumherstellers Elkem, dem auch Hydro und Altor gehören. Das Unternehmen plant den Bau einer Fabrik in Porsgrunn, in der Anodenmaterial aus Graphit hergestellt wird.
  • Beyonder, das Batteriezellen auf Basis von Sägemehl entwickelt;
  • Cenate, das Anoden für Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation entwickelt.

Der Industrieminister bezeichnete die fünf Unternehmen als Norwegens Batterie-Elite. Ende März werden die Unternehmen nach Berlin reisen, um Netzwerke aufzubauen und europäische Partner zu finden, teilt das Wirtschaftsministerium mit.

IPCEI steht für „Important Projects of Common European Interest“ und ist ein zentrales Instrument der Wirtschaftspolitik der EU. Die IPCEIs bedeuten, dass die Mitgliedsstaaten bei Projekten innerhalb strategisch wichtiger Wertschöpfungsketten zusammenarbeiten, wobei die Staaten die Möglichkeit haben, für besonders innovative Projekte in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und von besonderer strategischer Bedeutung von den gewöhnlichen Regeln für staatliche Beihilfen abzuweichen. Außerhalb der europäischen Initiative IPCEI ist Norwegen durch die Beihilfevorschriften eingeschränkt. Staatliche Unterstützung darf nur im begrenzten Umfang gewährt werden.

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