EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen in Norwegen – EU und Nato gründen Task Force zum Schutz der kritischen Infrastruktur

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre treffen zusammen mit CEO Anders Opedal auf der Plattform Troll A ein.©Ole Jørgen Bratland / Equinor)

Bergen, 17. März 2023. Am 17. März besuchten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre die Plattform Troll A des Unternehmens Equinor in der Nordsee. Themen des Treffens waren die Bedeutung norwegischer Gaslieferungen für die Versorgungssicherheit der Europäischen Union, die Zusammenarbeit im Bereich Klimaschutz, speziell bei der Abspaltung und Lagerung von Kohlendioxid (CCS) für die Erreichung der Klimaziele, und die Sicherheit der norwegischen Gasinfrastruktur. Anlässlich des Treffen haben die Europäische Union und die NATO eine Task Force Resilient Critical Infrastructure zum Schutz der kritischen Infrastruktur gegründet. Diese Schaffung einer solchen Arbeitsgruppe haben die EU-Kommissionspräsidentin und der NATO-Generalsekretär bereits am 11. Januar 2023 angekündigt. Die erste Sitzung, an der von der Leyen und Stoltenberg teilnahmen, fand am 16. März in Bergen statt.

„Die norwegischen Streitkräfte haben einen guten Überblick über unsere Seegebiete. Zusammen mit unseren Verbündeten segeln unsere Streitkräfte mehr um unsere Öl- und Gasanlagen herum, und auch die Polizei und die Unternehmen leisten eine wichtige Arbeit, um die Produktion zu schützen“.“, erklärte Ministerpräsident Støre. „Gemeinsam mit Deutschland haben wir die NATO gebeten, eine größere Rolle bei der Überwachung der Unterwasserinfrastruktur zu übernehmen, und ich bin froh, dass die NATO so schnell eine Einheit in der NATO geschaffen hat, die daran arbeitet.

„Die Europäische Union und die NATO haben beide eine sehr klare Sicht auf das Bedrohungsmuster und eine Einschätzung der Lage, aber wir kommen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Und deshalb haben wir, wenn wir unsere Kräfte bündeln, den Blick über den Tellerrand hinaus und können natürlich auch mehr Lösungen zum Schutz unserer kritischen Infrastruktur finden. Zusammenfassend ist es also schön, hier unter Freunden zu sein und vielen Dank für die hervorragende Zusammenarbeit“, so die EU-Kommissionspräsidentin. Dies ist der erste Besuch von von der Leyen in Norwegen seit 2011 und ihr allererster Besuch auf einer Gasplattform.

Die Plattform Troll A in der Nordsee. 
©Ole Berg-Rusten/NTB/POOL

Troll ist Norwegens größtes Gasfeld und liefert im Jahr 2022 mehr als zehn Prozent des in der EU verbrauchten Gases.

„Dieser Besuch unterstreicht Norwegens Bedeutung als sicherer und zuverlässiger Energielieferant für Europa“, sagt Equinor-CEO Anders Opedal, Gastgeber des Offshore-Besuches.

Während sich die politische Führung auf der Plattform befand, patrouillierten vier Kriegsschiffe und Hubschrauber in der Nähe auf dem Meer. Drei der Schiffe sind Fregatten aus Deutschland, Spanien und Portugal. Das vierte Schiff ist das norwegische Küstenwachschiff KV Sortland.

In ihrem Pressestatement erklärte von der Leyen, dass die Freundschaft und Partnerschaft zwischen der EU und Norwegen viel, viel umfassender sei als nur Erdgas. „Tatsächlich arbeiten wir an einer Grünen Allianz. Die Grüne Allianz ist im Grunde die Champions League. Wir, die Europäische Union, haben bisher nur eine Grüne Allianz mit Japan. Und jetzt wird Norwegen das erste Land in Europa sein, das eine Grüne Allianz mit der Europäischen Union hat.“ In der Allianz wird daran gearbeitet, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Sie befasst sich unter anderem mit grünem Wasserstoff, Windkraft, Kohlenstoffabscheidung und Kohlenstoffspeicherung.

Lesen Sie hier das Statement von Ursula von der Leyen annlässlich ihres Besuches auf der Troll-Plattform.

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