Dreier-Allianz beantragt Lizenz zur CO2-Speicherung in der Nordsee

Die Trudvang-Lizenz hat das Potenzial, bis zu neun Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zu speichern, was etwa 20 Prozent der gesamten jährlichen Emissionen Norwegens entspricht.©Sval Energie AS

Oslo, 27. Februar 2023. Die norwegischen Ölunterehmen Neptune Energy Norge AS und Sval Energi AS haben zusammen mit dem Carbon-Capture-Unternehmen Storegga Norge AS bei den norwegischen Behörden eine Lizenz zur Speicherung von 225 Millionen Tonnen CO₂ in der Nordsee beantragt. Darüber informierten die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Das Ministerium für Erdöl und Energie hatte am 11. Januar dieses Jahres die Möglichkeit geschaffen, die Injektion und Speicherung von CO₂ in einem neuen Gebiet in der Nordsee zu beantragen, die sogenannte Trudvang-Lizenz. Das Projekt hat das Potenzial, bis zu neun Millionen Tonnen CO2  pro Jahr zu speichern, was etwa 20 Prozent der gesamten jährlichen Emissionen Norwegens entspricht.

„Trudvang ist ein sehr interessantes Konzept mit dem Potenzial, in den nächsten 25 bis 30 Jahren bis zu 225 Millionen Tonnen CO2 zu speichern. Zusammen mit unseren Partnern  Sval und Storegga haben wir die Speicheranwendung in Rekordzeit vorangebracht“, sagt Pål Haremo, Global Head of Subsurface, New Energy von Neptune Energy.

Das Trudvang-Projekt umfasst die Abscheidung von CO2 durch mehrere industrielle Emittenten in Nordeuropa und Großbritannien, den Transport von flüssigem CO2 von Exportterminals zu einem landseitigen Empfangsterminal im Südwesten Norwegens und den Transport über eine speziell gebaute Pipeline zum Trudvang Ort für die Injektion und dauerhafte Lagerung.

Die Speicherlizenz Trudvang liegt in der norwegischen Nordsee, östlich des Sleipner-Feldes und etwa 200 Kilometer von der Küste entfernt. Das Speicherreservoir befindet sich in einer Tiefe von etwa 850 Metern in der Utsira-Formation.

Die Inbetriebnahme ist für 2029 geplant. Sval ist der vorgeschlagene Betreiber von Trudvang mit einem Anteil von 40 Prozent. Storegga und Neptun sind jeweils zu 30 Prozent beteiligt.

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