BCG-Bericht sieht großes Export-Potenzial der norwegischen Gesundheitsbranche

Der Bericht wurde auf der Konferenz Norway Life Science präsentiert, die vom 13. bis 15. Februar in der Oslo Science City stattfand.©Oslo Science City

Oslo, 15. Februar 2023. Innerhalb von zehn Jahren kann sich die Gesundheitsbranche zum Exportschlager entwickeln und sich dem heutigen Niveau der Seafood-Industrie annähern. Dies geht aus dem aktuellen Bericht „Building Norway’s Life Science Industry: Recognizing Strengths, Confronting Challenges, Acting on Opportunities“ hervor, der diese Woche auf der Konferenz Norway Life Science 2023 von der Unternehmensberatung Boston Consulting Group in der Oslo Science City Arena vorgestellt wurde. Die Autoren halten es für realistisch, dass sich der Export von Medizintechnik und Pharmazeutika über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren verdrei- bis vierfachen kann und damit den Meilenstein von 100 Milliarden NOK überschreitet. 

In dem Bericht präsentiert das Beratungsunternehmen ein „Erfolgsrezept“ entlang von fünf Hauptsäulen:

  1. Klare Definition der Ambitionen für Norwegens Position in den Bereichen Gesundheit und Biowissenschaften;
  2. Priorisierung der Bereiche, in denen Norwegen bereits hervorragende Leistungen erbringt beziehungsweise der Bereiche, die verbessert werden müssen;
  3. Etablierung Norwegens als weltweit führenden Anbieter für den Zugang zu und die Nutzung von Gesundheitsdaten;
  4. Schaffung eines attraktiveren Umfeld, um internationale Kapazitäten anzuziehen;
  5. Abbau kultureller Barrieren und Förderung der öffentlich-privaten Zusammenarbeit.

„Ein wichtiger Teil des Rezepts wird darin bestehen, Investitionen in Forschung und Entwicklung, auch aus dem Privatsektor, zu erleichtern. Wenn diese Ratschläge befolgt werden, können wir bereits in fünf Jahren sowohl in Bezug auf die Kommerzialisierung als auch auf die Skalierung durch gezielte Finanzierungsmechanismen einen langen Weg zurückgelegt haben“, sagt Lise Lørup, Principal bei BCG.  Norwegens Gesundheitsregister müssten ihre hohe Qualität beibehalten und dem Land einen erheblichen internationalen Vorteil verschaffen. Allerdings könne der Zugang sowohl für Forscher als auch für die Industrie als anspruchsvoll empfunden werden. Dies sei auch ein wichtiger Schwerpunkt in der EU, und es sei wichtig, dass Norwegen aktiv an Verbesserungen arbeitet, wenn das Land diesen Vorteil behalten will.

BCG hat die Arbeit an dem Bericht auf eigene Kosten und ohne zahlenden Auftraggeber durchgeführt. Er basiert nach Angaben des Unternehmens auf eingehenden Analysen, rund 50 Interviews mit Schlüsselakteuren sowie der Expertise von BCG aus Life-Science-Clustern auf der ganzen Welt.

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