Risikobericht des Instituts für Meeresforschung: 58 Millionen Lachse 2022 in norwegischen Fischfarmen gestorben

Die Sterblichkeit in den Lachsfarmen liegt in Norwegen bei etwa 15 Prozent – mit großen regionalen Unterschieden©Frode Oppedal / Institut für Meeresforschung

Oslo, 6. Februar 2023. 58 Millionen Lachse starben im Jahr 2022 in norwegischen Farmen. Das sind rund eine Million mehr als im Vorjahr. Ursachen sind nach Angaben des Instituts für Meeresforschung unter anderem die Befall mit Läusen, Krankheiten und Schadstoffe in den Gewässern. Ende 2022 gab es etwa 450 Millionen Lachse und über 20 Millionen Regenbogenforellen in norwegischen Zuchtbetrieben. Insgesamt liegt die Sterblichkeit in den Lachsfarmen für das ganze Land bei etwa 15 Prozent – allerdings mit großen regionalen Unterschieden.

Es gebe nur wenige öffentlich zugängliche Daten über den Zustand dieses Fisches – abgesehen von der Sterblichkeit. „Wir sind nicht dort, wo wir sein wollen, wir sollten auf zehn Prozent oder weniger heruntergehen, bevor wir zufrieden sind“, sagt Ellen Sofie Grefsrud vom Institut für Meeresforschung (HI) bei der Vorstellung des diesjährigen „Risikobericht der norwegischen Fischzucht 2023„.

Das Institut weist darauf hin, dass der heutige Zuchtlachs grundsätzlich gut an das Leben in den Einrichtungen entlang der gesamten Küste angepasst ist, dass aber Krankheiten, Läuse-Operationen und die Gewässerumgebung dazu beitragen, das Sterblichkeitsrisiko zu erhöhen.

Die Sterblichkeit ist in Westnorwegen mit 27 Prozent am höchsten, und im Norden mit einer Sterblichkeit von etwa zehn Prozent am niedrigsten.

Lachsläuse aus der Zucht sind eine der größten Bedrohungen für die norwegischen Wildlachsbestände. Die Zuchtfische müssen regelmäßig entlaust werden, um den Infektionsdruck niedrig zu halten.

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