Norwegen präsentiert sich auf der Grünen Woche in Berlin als nachhaltige Ernährungsnation

Chefkoch Erlend Stueland von Buergard in Odda, Wenche Andersen, TV2, und Sandra Borch, Ministerin für Landwirtschaft und Ernährung, am Stand von FjordNorge zur Internationalen Grünen Woche in Berlin.©Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung

Berlin, 20. Januar 2023. Norwegens Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Sandra Borch eröffnete heute den norwegischen Stand auf der Grünen Woche in Berlin. Auf der diesjährigen Messe präsentieren sich Erzeuger und Unternehmen aus den Regionen Fjord-Norwegen, Trøndelag und Viken. Am Rande der Messe diskutierten die Ministerin und Mitglieder der sie begleitenden Wirtschaftsdelegation das Thema „Eine nachhaltige norwegische Ernährungsnation – Umstrukturierung, Entwicklung und Möglichkeiten“. Zahlreiche Preise wurden an norwegische Lebensmittelunternehmen verliehen.

Ein weiteres Thema der Diskussion war der Mangel an Fachkräften in der Hotel- und Restaurantbranche. Die Rekrutierung für Lebensmittel- und Restaurantfächer in der Sekundarstufe II war über mehrere Jahre hinweg gering und rückläufig und hatte in den letzten Jahren auch die höchste Abbrecherquote unter den Schülern. Dies, in Kombination mit einer zunehmenden Verwundbarkeit in der Lebensmittelindustrie und in der Koch- und Gastronomiebranche, durch ausbleibende Rekrutierung und einen bevorstehenden Generationswechsel, mache das Thema sehr aktuell, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Es erfordere eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit und werde für den Aufbau von Food Nation Norway von großer Bedeutung sein.

Auf einer Pressekonferenz in der norwegischen Botschaft in Berlin informierte Sandra Borch darüber, dass das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung weitere 500.000 NOK bereitstellt, um eine Rekrutierungskampagne, die 2021 ins Leben gerufen wurde, für die Lebensmittel- und Gastronomiebranche fortzusetzen. Seit über 20 Jahren sinken die Bewerberzahlen in den Fachrichtungen Gastronomie und Ernährung. Es brauche Zeit, um einen solchen Trend umzukehren. 2022 hätten sich die Bewerberzahlen erstmals seit mehreren Jahren stabilisiert, was ein gutes Zeichen für die weitere Arbeit der Kampagne sei, sagte Borch.

Die Wirtschaftsdelegation und zahlreiche weitere Besucher waren bei der Messeeröffnung anwesend. Norwegens Teilnahme an der Grünen Woche soll dazu beitragen, den Ruf der norwegischen Gastronomie und des norwegischen Tourismus zu stärken. „Es ist und sollte ein Gütesiegel sein, als Aussteller für den norwegischen Stand auf der Grünen Woche ausgewählt zu werden. Hier in Deutschland, einem unserer wichtigsten Auslandsmärkte, repräsentieren die Aussteller Norwegen und seine Region. Hier können wir unsere eigenen Produkte testen, internationale Kontakte knüpfen und Erfahrungen sammeln, um im starken, internationalen Wettbewerb noch besser zu werden. Darüber hinaus bietet die Teilnahme am norwegischen Stand eine Basis für gute norwegische Netzwerke über Fachbereiche, Landesteile und Interessengebiete hinweg“, sagte Borch in ihrer Eröffnungsrede.

Während der Eröffnung wurden drei Unternehmen mit verschiedenen Qualitätszeichen ausgezeichnet:

Von links: Johan und Ingunn Anstenrud von Den Sorte Havre, Silje Lee Knutsen von Storfjord Iskrem, Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Sandra Borch, Siri und John Lea von Ystepikene und Nina Sundqvist von Stiftelsen Norsk Mat.©Norsk Mat/Norwegische Lebensmittelstiftung.
  • Ingunn und Johan Anstenrud von Den Sorte Havre erhielten das Specialty Mark für Havre-Reis.
  • Silje Lee Knutsen aus Storfjord Iskrem erhielt eine Auszeichnung als norwegische Spezialität für ihr Haselnusseis aus Ziegenmilch;
  • Siri und John Lea aus Ystepikene erhielten eine Auszeichnung als norwegische Spezialität für ihren Jærsk Havslette-Käse.
Von links: CEO von Innovation Norway Håkon Haugli, Ingunn und Johan Anstensrud von Den Sorte Havre und Ministerin für Landwirtschaft und Ernährung Sandra Borch.
Von links: CEO von Innovation Norway Håkon Haugli, Ingunn und Johan Anstensrud von Den Sorte Havre und Sandra Borch.©Vidar Alfarnes

Gewinner des Bundespreises für Wirtschaftsförderung Landwirtschaft 2022 war die Tveter Gård Foredling AS, die den Schwarzhafer Den Sorte Havre, der mehrere Jahre nur an Pferde verfüttert wurde, in die Lebensmittelproduktion einführte. Das alte Getreide Schwarzhafer wurde in Norwegen schon vor der Wikingerzeit angebaut. Als die Besitzer des Hofes Tveter in Våler in Østfold von dem Getreide hörten, gründeten sie Den Sorte Havre. Ziel war es, den weltbesten Hafer aus dem ursprünglichen Getreide zu züchten, innovative Produkte von hoher Qualität zu entwickeln und mit seinen guten und gesunden Produkten die ganze Welt zu beliefern.

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Die Internationale Grüne Woche findet vom 20. bis 29. Januar auf der Messe Berlin statt. Den Norwegischen Stand finden Sie in Halle 8.2.

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