Norwegens Zentralbank belässt Leitzins unverändert bei 2,75 Prozent

Oslo, 19. Januar 2023. Der Ausschuss für Geldpolitik und Finanzstabilität der norwegischen Zentralbank Norges Bank hat beschlossen, den Leitzins unverändert bei 2,75 Prozent zu belassen. Die Verbraucherpreise seien stark gestiegen, und die Inflation liege deutlich über dem Zielwert, heißt es zur Begründung. Die Aktivität in der norwegischen Wirtschaft sei hoch und der Arbeitsmarkt angespannt. Hohe Inflation und höhere Zinssätze schwächten die Kaufkraft der privaten Haushalte, und viele Unternehmen rechneten mit einem bevorstehenden Rückgang der Aktivität.

Ausgehend von der aktuellen Einschätzung des Ausschusses zu den Aussichten müsse der Leitzins weiter angehoben werden, um die Inflation dem Ziel entsprechend zu senken. „Der künftige Leitzinspfad wird von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Der Leitzins wird höchstwahrscheinlich im März angehoben“, sagt Gouverneurin Ida Wolden Bache.

Seit dem Geldpolitischen Bericht 4/22 scheine der Arbeitsmarkt etwas angespannter gewesen zu sein als prognostiziert, teilt die Zentralbank mit. Der anhaltende Druck auf die norwegische Wirtschaft könnte dazu beitragen, die Inflation hoch zu halten. Diese Entwicklungen hätten eine Anhebung des Leitzinse

s bei dieser Sitzung nahegelegt. Andererseits gebe es Aussichten, dass die Energiepreise früher als erwartet sinken, und der globale Inflationsdruck scheine nachzulassen. Der Leitzins sei innerhalb kurzer Zeit erheblich angehoben worden, und die Geldpolitik habe begonnen, eine Straffungswirkung auf die Wirtschaft auszuüben. Dies könnte für einen schrittweiseren Ansatz bei der Festsetzung der Leitzinsen sprechen.

Die Aussichten für die norwegische Wirtschaft seien unsicherer als normal.

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