Norwegen gibt weitere Fläche zur CO2-Speicherung unter dem Meeresboden frei

Sechs Unternehmen, darunter die österreichische OMV und Wintershall Dea, haben sich bereits in der vierten Vergaberunde um Flächen für die Speicherung von Kohlendioxid beworben.©NPD

Oslo, 11. Januar 2022. Das Ministerium für Erdöl und Energie stellt als Reaktion zahlreicher Anfragen von Unternehmen weitere Flächen in der Nordsee für die Speicherung von Kohlendioxid auf dem norwegischen Festlandsockel zur Verfügung. Bis Mittwoch, den 22. Februar 2023, 12:00 Uhr, können sich Interessenten bewerben. Die Flächenvergabe soll laut Plan noch vor dem Sommer dieses Jahres erfolgen.

Dies ist das fünfte Mal, dass das das Ministerium Unternehmen einlädt, sich um Flächen für die CO2-Speicherung auf dem norwegischen Festlandsockel zu bewerben. Bisher wurden vier Speichergenehmigungen erteilt –  drei in der Nordsee und eine in der Barentssee.

In der vorherigen Vergaberunde, deren Bewerbungsfrist am 3. Januar endete, haben sich sechs Unternehmen beworben: Aker BP ASA, Altera Infrastrukturgruppe, Horisont Energi AS, Neptune Energy Norway AS, OMV (Norge) AS und Wintershall Dea Norge ASA. Wintershall Dea verfügt bereits über eine Lizenz aus einer Vergaberunde im April.  Bewerbungsschluss war der 1. Juni 2022.

„Wir verzeichnen großes kommerzielles Interesse von Unternehmen, Land für die Speicherung von CO2 in Norwegen zuzuweisen. Die Regierung möchte die profitablen Möglichkeiten auf dem Festlandsockel weiter entwickeln und die Speicherung von CO2 erleichtern, um eine neue kommerzielle Industrie in Norwegen zu unterstützen. Die Ankündigung und anschließende Zuweisung von Flächen, die Unternehmen für eine solche Speicherung als geeignet erachten, ist eine Voraussetzung für unseren Erfolg“, sagt Öl- und Energieminister Terje Aasland.

Die Bekanntgabe und mögliche Flächenzuteilung für eine Speichergenehmigung erfolgt nach individueller Beantragung.

Finden Sie hier den norwegischen CO2-Speicheratlas.©NPD

Das Norwegian Petroleum Directorate hat Gebiete kartiert, die für eine langfristige und sichere CO2-Speicherung geeignet sind und in einem CO2-Speicheratlas für den norwegischen Festlandsockel publiziert. Alle für die Lagerung auf dem Norwegischen Schelf angekündigten Bereiche sind im Atlas gekennzeichnet. Den vollständigen Text der Bekanntmachung, aktualisierte Karte und Koordinaten deklarierter Gebiete, HSE-, Umwelt- und Fischereibedingungen sowie weitere Informationen sind auf der Website des Norwegian Petroleum Directorate verfügbar.

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