Nel ASA unterzeichnet Vereinbarung mit HH2E über potenzielle 120-MW-Kapazität in Deutschland

In Lubmin in Mecklenburg Vorpommern soll eine der größten Wasserstoff-Fabriken Europas entstehen.©HH2E

Oslo, 6. Januar 2023. Nel Hydrogen Electrolyser AS, eine Tochtergesellschaft von Nel ASA, hat mit dem Hamburger Unternehmen HH2E AG die Erstellung einer FEED-Studie (Front End Engineering and Design)vereinbart und eine Absichtserklärung über die Lieferung von zwei 60-MW-Elektrolyseanlagen unterzeichnet. Ein Vertrag über die Lieferung der Elektrolyseurausrüstung soll im ersten Halbjahr 2023 unterzeichnet werden. HH2E will bis 2030 über eine installierte Leistung von 4 Gigawatt (GW) in Deutschland verfügen. Der Bau des HH2E-Werkes Lubmin soll noch in diesem Jahr beginnen und in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 die Produktion von grünem Wasserstoff aufnehmen. Die Inbetriebnahme der zweiten Stufe ist für 2030 vorgesehen. Der Wasserstoff soll für industrielle Anwendungen, Transport und Wärme verwendet werden. Das erwartete Auftragsvolumen beträgt mehr als 30 Millionen Euro.

Die beiden 60-MW-Anlagen von HH2E werden zu den größten Anlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff in Europa gehören, die bisher angekündigt wurden, teilt Nel ASA mit. Beide Anlagen befinden sich in der ersten Phase und können deutlich ausgebaut werden.

„Diese Projekte sind wichtig für die Energiewende in Deutschland und Europa, und wir freuen uns, HH2E bei ihren Bemühungen um eine grünere Gesellschaft zu unterstützen“, sagt Håkon Volldal, CEO von Nel.

Das erste von HH2E angekündigte Projekt befindet sich in Lubmin / Mecklenburg-Vorpommern an der deutschen Ostseeküste. Es handelt sich nach Aussagen von HH2E um eine der größten bisher angekündigten Anlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff in Europa. Der für die Produktion des grünen Wasserstoffs verwendete Strom aus erneuerbaren Energien soll aus zusätzlichen Offshore- und Onshore-Anlagen stammen, teilt HH2E mit. Die Anlage in Lubmin soll bis 2025 eine Produktionskapazität von rund 6.000 Tonnen (über 200.000 MWh) grünem Wasserstoff pro Jahr haben. Eine zweite Ausbaustufe sei geplant, um die Kapazität auf über 1 GW zu erhöhen, wodurch mehr als 60.000 Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr produziert und mehr als 800.000 Tonnen direkte CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden können.

„Eine der Voraussetzungen für das Erreichen unserer Wachstumsziele ist die ausreichende Verfügbarkeit hochwertiger Elektrolyseure in Europa, wie sie Nel liefern wird. Wir sind sehr glücklich und überzeugt von Nels Technologie und Erfahrung“, sagt Alexander Voigt, Mitbegründer und Vorstandsmitglied von HH2E.

Der von HH2E für das Zukunftskraftwerk/Integrationswerk in Lubmin entwickelte Technologiemix sei ein weiterer Schritt in Richtung 100 Prozent erneuerbare Energie, für alle Sektoren und rund um die Uhr. Die Volatilität der erneuerbaren Energieerzeugung werde durch die Kombination eines alkalischen Elektrolyseurs mit einer Hochleistungsbatterie gelöst, die eine konstante Produktion von grünem Wasserstoff ohne ständige Versorgung mit erneuerbarer Energie ermöglicht.

Die Unterzeichnung der Vereinbarungen fanden am Rande des zweitägigen Besuchs von Vizekanzler Robert Habeck in Norwegen statt. Gemeinsam mit dem norwegischen Minister für Erdöl und Energie, Terje Lien Aasland, und Industrieminister Jan Christian Vestre, besucht er auch Nel’s Fabrik in Herøya, Norwegen, wo die Elektrolyseurausrüstung für dieses Projekt produziert wird.

Nach Bekanntgabe der Kooperation sowohl mit HH2E als auch mit Statkraft stieg des Aktienkurs des Unternehmens an der Osloer Börse kräftig.

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