Follobanen in Norwegen bleibt bis auf Weiteres geschlossen

Der erst am 12. Dezember 2022 eröffnete längste Tunnel Nordeuropas bleibt weiter geschlossen. Die Ursache für technische Überhitzung mit anschließender Rauchentwicklung in technischen Einrichtungen wurde bisher nicht eindeutig identifiziert.©Bane NOR

Oslo, 29. Dezember 2022. Die Follobanen und der Blix-Tunnel, die am 12. Dezember von König Harald eröffnet und eine Woche später wegen Problemen auf der Bahnlinie wieder geschlossen wurden, ist weiterhin nicht befahrbar. Ursprünglich sollte der Betrieb, der wegen Überhitzung und Rauchentwicklung in einer technischen Einrichtung an der Station in Ski eingestellt wurde, am 27. Dezember wieder aufgenommen werden. Jetzt teilte Bane NOR mit, dass es ungewiss sei, wann die Follobanen für den Verkehr freigegeben werden kann.

„Die Schließung des Follobanen nur wenige Tage nach der Eröffnung ist eines der schlimmsten Dinge, die passieren können, und unglaublich problematisch für alle, die die Bahn für den Weg zur und von der Arbeit und für andere Aktivitäten nutzen“, sagt Stine Undrum, Executive Vice President for Development bei Bane NOR. Momentan gilt ein geänderter Fahrplan mit einem eingeschränkten Angebot für Zugreisende auf der Østfold-Linie. Dabei könne es zu längeren Reisezeiten kommen, da alle Züge über Østfoldbanen fahren müssen und es während der Hauptverkehrszeit zu Kapazitätsengpässen kommen kann, teilt Bane NOR mit. Das Verkehrsunternehmen Vy ergänzt das Angebot mit Bussen.

Wie das Bahnunternehmen mitteilt, haben Rückstrom- und Erdungsverhältnisse zu einer Überhitzung mit anschließender Rauchentwicklung in technischen Einrichtungen sowohl im südlichen Teil des Tunnels als auch in einem technischen Gebäude in Ski geführt. Technische Experten von Bane NOR, dem Lieferanten AGJV und den Subunternehmern Cowi, Elecnor und Sintef arbeiten daran, die Gründe für das Auftreten der Probleme abzubilden und zu analysieren.

Die zugrunde liegende Ursache müsse gefunden und behoben werden, bevor Bane Nor die Einrichtung für betriebsbereit erklärt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Störung könne an mehreren verschiedenen Stellen liegen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Tunnels.

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