Norwegen wird Partnerland der 20. WINDFORCE 2023 in Bremerhaven

Heike Winkler, Geschäftsführerin des WAB e.V., und Klaus Udesen, Direktor Wind bei Norwegian Energy Partners, bei der Vertragsunterzeichnung.©WAB e.V.

Norwegen/Deutschland, 12. Dezember 2022. Das Cluster Windenergie und grüner Wasserstoff WAB e.V. unterzeichnete am 12. Dezember eine Kooperationsvereinbarung mit Team Norway, vertreten durch die norwegische Stiftung Norwegian Energy Partners (NORWEP). Beide Parteien wollen künftig enger im Bereich Offshore-Windentwicklung und bei der Herstellung von grünem Wasserstoff sowie der Schaffung entsprechender Lieferketten zusammenarbeiten. Darüber hinaus vereinbarten sie, dass Norwegen im kommenden Jahr Partnerland der 20. WINDFORCE 2023 in Bremerhaven sein wird, dem jährlichen internationalen Branchentreffen der Offshore-Windindustrie. Wechselseitige Delegationsreisen und gemeinsame Workshops sowie die Förderung der Zusammenarbeit zwischen WAB-Mitgliedern und norwegischen Unternehmen und Niederlassungen norwegischer Unternehmen in Deutschland sollen die Vereinbarung mit Leben erfüllen.

Norwegen will bis 2040 30 Gigawatt Offshore-Windkapazität entwickeln. Deutschland plant bis 2030 die Installation von 30 Gigawatt in der Nord- und Ostsee. Ein erster gemeinsamer Online-Workshops soll über die Chancen informieren, die sich für beide Länder mit den Ausbauplänen für Offshore-Windenergie und für die Produktion von grünem Wasserstoff auf See ergeben.

„Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit mit dem WAB e.V. und Norwegen als Partner während der WINDFORCE 2023 zu präsentieren. In den letzten Monaten ist die Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und Norwegen gewachsen. Aber gerade im Bereich der Zukunftstechnologien wie Offshore-Wind und H2 gibt es viel mehr Raum für Kooperationen zwischen den beiden Ländern“, sagte Klaus Udesen, Direktor Wind Norwegian Energy Partners und Repräsentant von Team Norway. Die norwegische Industrie habe ein großes Potenzial, die Energiewende zu unterstützen: Es gebe viele intelligente und zuverlässige Technologien, die in den letzten Jahrzehnten unter harten Bedingungen getestet wurden. Darüber hinaus biete Norwegens bestehende und zukünftige Hafeninfrastruktur und maritime Industrie Lösungen für die Herausforderungen der Offshore-Industrie, heißt es in einer Pressemitteilung des WAB e.V.

„Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit und auch über den gegenseitigen Besuch. Die 20. WINDFORCE ist zudem eine tolle Gelegenheit für den Austausch und die Vernetzung der Unternehmen und Institute für die bodenfeste und schwimmende Offshore-Windenergie sowie die Produktion und Nutzung von grünem Wasserstoff“, erklärt Heike Winkler, Geschäftsführerin WAB e.V.

Die Zusammenarbeit entstand als Ergebnis eines regelmäßigen Austauschs und eines gemeinsamen Workshops zwischen Norwegian Energy Partners und WAB e.V. Sie ist zunächst auf ein Jahr angelegt, kann aber bei gemeinsamem Interesse verlängert werden.

Team Norway ist eine netzwerkbasierte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen öffentlichen und privaten Akteuren, die die norwegischen Geschäftsinteressen international fördern. Zweck der Zusammenarbeit ist es, durch Informationsaustausch, Koordinierung gemeinsame Initiativen zu einer erhöhten Wertschöpfung in der norwegischen Wirtschaft beizutragen.

Die gemeinnützige Stiftung Norwegian Energy Partners (NORWEP) unterstützt die Internationalisierung der norwegischen Energieindustrie in den Bereichen Öl und Gas, Offshore-Wind, Wasserkraft, CCS, CCUS und Wasserstoff. Sie wird gemeinsam von der norwegischen Regierung und der Industrie finanziert.

Die WAB mit Sitz in Bremerhaven ist der bundesweite Ansprechpartner für die Offshore-Windindustrie in Deutschland und das führende Unternehmensnetzwerk für Onshore-Windenergie in der Region Nordwest. Der Verein fördert die Produktion von „grünem“ Wasserstoff aus Windenergie. Der Verband hat rund 250 Mitglieder sowie Institute aus allen Bereichen der Windindustrie, der maritimen Wirtschaft sowie der Forschung.

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