Norwegen und Frankreich wollen Zusammenarbeit bei CCS verstärken

Norwegens Energieminister Terje Aasland (l.) und Laurent Michel, Generaldirektor im französischen Energieministerium, bei der Vertragsunterzeichnung.©Norwegisches Energieministerium

Brüssel, 19. Dezember 2022. Norwegens Energieminister Terje Aasland und Laurent Michel, Generaldirektor im Energieministerium Frankreichs, haben in Brüssel eine Absichtserklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Einführung der Abspaltung und Lagerung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS) unterzeichnet. In der Vereinbarung unterstreichen die Regierungen von Norwegen und Frankreich die Bedeutung von CCS für der Erreichung der langfristigen Klimaziele des Pariser Abkommens. Insbesondere in Industriesektoren, in denen die Reduzierung der CO2-Emissionen schwierig sei, würde die CCS-Technologie die Verringerung der Treibhausgasemissionen ermöglichen.

„Um die Ziele zu erreichen, zu denen wir uns im Pariser Klimaabkommen verpflichtet haben, ist CCS auf breiter Basis zu möglichst geringen Kosten erforderlich. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist von entscheidender Bedeutung, und CCS ist eine wichtige Priorität für die norwegische Regierung. Diese Absichtserklärung bekräftigt das gemeinsame Interesse Norwegens und Frankreichs, beim grenzüberschreitenden Transport und der Speicherung von CO2 enger zusammenzuarbeiten. Norwegen wird die Entwicklung der CO2-Speicherung auf unserem Festlandsockel für Industrieunternehmen, einschließlich französischer Unternehmen, erleichtern“, Erklärt Terje Aasland.

Mit der Absichtserklärung soll ein Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern geschaffen werden, um den Austausch von technischem Wissen, Beratung, Fähigkeiten und Fachwissen im Bereich CCS zu erleichtern. Beide Regierungen wollen ein bilaterales Abkommen vorbereiten, um den grenzüberschreitenden Transport und die Speicherung von CO2 zu ermöglichen.

Norwegen hat mit den CCS-Projekten Snøhvit und Sleipner mehr als 26 Jahre Erfahrung mit der sicheren Speicherung von CO2 unter dem Meeresboden. Die Sicherheit der Speicherung werde durch Überwachungsprogramme und Lagerstättensimulationen bestätigt, von denen neue Projekte profitieren können. Das norwegische Full-Scale-CCS-Projekt Longship ebne den Weg für CCS als entscheidendes Instrument zur Dekarbonisierung schwer zu reduzierender Sektoren, teilt das Energieministerium mit. Northern Lights baut nun die Transport- und Speicherinfrastruktur in Longship mit Überkapazitäten auf, um die Speicherung von CO2-Mengen aus anderen europäischen Projekten zu ermöglichen. Weitere Speicherprojekte in Norwegen sind im Gange.

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